Wurde in Langenwetzendorf wirklich ein Straßenfest gefeiert?

Langenwetzendorf.  Musik und Feuerwerk lockten zahlreiche Bewohner in die Gärten ihrer Grundstücke. Was war weiter passiert? Wir haben nachgehakt.

Die Polizei rief am am Samstagabend den Bürgermeister hinzu und löste das Fest friedlich auf.

Die Polizei rief am am Samstagabend den Bürgermeister hinzu und löste das Fest friedlich auf.

Foto: Friso Gentsch / dpa

In Langenwetzendorf versammelten sich laut einer Polizeimeldung vom Montag am Samstagabend zahlreiche Menschen zu einer Art „Straßenfest“. Mit lauter Musik und Feuerwerk, wie es heißt. Anschließend habe die Polizei, die Menschen aufgefordert, die Feier zu beenden und nach Hause zu gehen. Was war weiter passiert?

Bürgermeister Kai Dittmann (CDU), der vor Ort war, sagt, dass sich etwa 50 bis 60 Menschen jeweils auf ihren Privatgrundstücken aufgehalten hätten. Es sei zu keinerlei Kontakten zwischen den verschiedenen Eigentümern gekommen. Die Aktion sei spontan von einem ortsansässigen Musikentertainer iniziiert worden, der seine Anlage auf einer Wiese platziert hätte, um Musik zu spielen.

Polizei: Personen des eigenen Haushalts hielten sich in Gärten auf

Die Polizei bestätigt dies. Vor Ort sei festgestellt geworden, dass sich in Gärten mehrerer Grundstücke die Personen des eigenen Haushaltes aufhielten. Im Nachgang des polizeilichen Einsatzes sei dies dem zuständigen Landratsamt übermittelt worden. Ob sich die Personen strafbar gemacht haben, ist fraglich. Sollten die Menschen in den Gärten wirklich aus einem Hausstand oder maximal einem weiteren stammen, wohl nicht. Denn die Kontaktbeschränkungen gelten nicht für Angehörige des eigenen Haushalts- und Angehörige eines weiteren Haushalts sowie für Personen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht. In Langenwetzendorf gibt es Stand Mittwoch, 13. Mai, bisher 30 bestätigte Corona-Fälle. Das ist der vierthöchste Wert im Landkreis.