Neuer Thüringer Reparaturbonus für 2022 geplant

Auch Handys können oft ohne großen Aufwand repariert werden.

Auch Handys können oft ohne großen Aufwand repariert werden.

Foto: Sebastian Willnow / dpa

Erfurt.  Beim Treffen der Umweltminister setzt sich Thüringen für eine verlängerte Lebensdauer von Geräten ein.

Thüringen hat sich bei der Umweltministerkonferenz der Länder, die Donnerstag und Freitag digital statt wie geplant in Rostock stattfindet, für den Klimaschutz starkgemacht. Der von Ministerin Anja Siegesmund (Grüne) eingebrachte Antrag zielt darauf ab, die Nutzungsdauer von Produkten zu verlängern und damit Ressourcen und Klima zu schonen sowie Ausgaben für Bürger und Betriebe zu senken. Dazu sollen die Rahmenbedingungen für Reparaturen, für die Weiterverwendung von Produkten sowie für Sharing-Modelle, das Teilen und Ausleihen von Dingen, verbessert werden. Thüringen bringt dafür etwa eine Erweiterung der steuerlichen Anerkennung haushaltsnaher Dienstleistungen ins Gespräch. Ein erfolgreiches Instrument zur Verlängerung der Nutzungsdauer war der Thüringer Reparaturbonus, der 2022 neu aufgelegt werden soll.

Dann sollen neben Fachwerkstätten auch ehrenamtlich geführte Reparaturcafés und -initiativen einbezogen werden. Die Besitzer der Geräte führen unter fachkundiger Anleitung die Reparatur selbst durch. Die Kosten der Ersatzteile werden zur Hälfte erstattet.

Schon eine verlängerte Lebensdauer aller Waschmaschinen, Computer, Staubsauger und Handys im EU-Raum um nur ein Jahr würde vier Millionen Tonnen Kohlendioxid einsparen, rechnete das Europäische Umweltbüro aus. et/ig