300 Menschen protestieren in Eisenach gegen NPD-Aufmarsch

Etwa 300 Menschen haben am Samstagnachmittag in Eisenach friedlich, teilweise aber sehr lautstark gegen eine Kundgebung der rechtsextremen NPD protestiert.

Etwa 300 Menschen protestierten in Eisenach lautstark gegen einen NPD-Aufmarsch. Foto: Kai Mudra

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Mit bunten Regenschirmen, Trillerpfeifen und einer Menschenkette haben Eisenacher Bürger am Samstag gegen eine Provokation der NPD protestiert. Die Rechtsextremen hatten zu einer Kundgebung unter dem Motto "Keine Moschee in Eisenach" aufgerufen. Etwa 30 NPD-Anhänger aber auch einige Einwohner der Stadt waren daraufhin auf dem Karlsplatz im Zentrum erschienen.

Gut 300 Gegendemonstranten wiesen mit ihrem teils lautstarken Protest die Forderung der Rechten und eine Hassrede des NPD-Chefs Patrick Wiescheke zurück. Denn in Eisenach ist kein Bau einer Moschee geplant. Mehrere Redner verurteilten, dass die Neonazis mit ihrer fremdenfeindlichen Provokation unbegründet Ängste bei den Menschen schüren würden. Sie versicherten den in der Stadt lebenden Muslimen ihre Unterstützung.

Anlass für den fremdenfeindlichen Aufmarsch ist die Neueröffnung eines muslimischen Gebetsraums am Eisenacher Karlsplatz. Ihre alte Gebetsstätte war den Muslimen gekündigt worden. Die NPD hatte im Vorjahr auch dagegen demonstriert.

Die Polizei hatte die NPD-Mitglieder und jugendliche Gegendemonstranten bis auf wenige Meter zueinander kommen lassen. Das provozierte bei den Gegendemonstranten zwei kleinere Rangeleien mit den Einsatzkräften. Insgesamt verliefen die Proteste aber friedlich. Nach anderthalb Stunden hatten die Rechtsextremen ihre Zusammenkunft beendet. Kurz darauf löste sich auch die Gegendemonstration auf.

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