AfD-Fraktion muss Bürgerdialog in Jena abbrechen - Video zeigt das Fiasko

Jena  Es sollte ein Dialog werden. Für die AfD ist daraus ein Fiasko geworden. 200 Menschen waren ins Jenaer Volksbad gekommen.

Björn Höcke: Wenn alle pfeifen und keiner zuhört, hilft auch keine Armgymnastik. Foto: Martin Schutt

Björn Höcke: Wenn alle pfeifen und keiner zuhört, hilft auch keine Armgymnastik. Foto: Martin Schutt

Foto: zgt

Ob darunter überhaupt ein AfD-Sympathisant war oder jemand, der sich informieren wollte über die Partei? Es wurde nicht deutlich. Wenn, dann waren es nur wenige. Die meisten Anwesenden wollten die AfD-Veranstaltung mit hämischen Jubelrufen stören, was ihnen zeitweise mehr als nur gelang, da auch die Vertreter der Stadt als Hausrechtsinhaberin eher halbherzig agierte bei der Unterbindung dieser Störungen.

Nach eineinhalb Stunden blieb dem AfD-Landesvorsitzender Björn Höcke nichts anderes übrig, als die Veranstaltung am Montagabend im Jenaer Volksbad abzubrechen. Grund waren zahlreiche junge und ältere Menschen, die immer wieder lautstark dazwischen riefen, als die Jenaer AfD-Abgeordnete Wiebke Muhsal und der migrationspolitische Sprecher der AfD, Stefan Möller, am Mikrofon standen.

Gerade Möller, der selbst fast eine Stunde teils rechtspopulistisch redete, musste sich immer wieder mit Zwischenrufen auseinandersetzen und forderte die Vertreter der Stadt auf, Menschen des Raumes zu verweisen, weil sie ihn beleidigt hätten. Höhepunkt: Als Möller erneut dazu aufforderte, die Stadt als Hausrecht-Inhaberin möge einschreiten, erklärte der Vertreter aus Jena, er habe alles verstanden und veranlasse daraufhin nichts.

Nach dem Monolog von Möller kam es nicht mehr zum Dialog. Björn Höcke trat kurz ans Mikro und erklärte, dass er noch einen 90-minütigen Vortrag vorbereitet habe. Danach war Schluss auf beiden Seiten.

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