Arnstadt: Erinnerung soll wach gehalten werden

Arnstadt (Ilmkreis). Gedenkveranstaltung zum 69. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers S III im Jonstal.

Schüler der Musikschule Arnstadt-Ilmenau sorgten für die musikalische Umrahmung der Gedenkveranstaltung im Jonastal. Foto: Marco Schmidt

Schüler der Musikschule Arnstadt-Ilmenau sorgten für die musikalische Umrahmung der Gedenkveranstaltung im Jonastal. Foto: Marco Schmidt

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"Es ist ein festes Datum in der Erinnerungskultur unseres Kreises", sagte Landrätin Petra Enders im Rahmen der Gedenkveranstaltung zum 69. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers S III im Jonastal, welche am Samstag an der Gedenkstätte im Jonastal stattfand. Am 5. April 1945 hatten amerikanische Truppen die Häftlinge des Lagers befreit.

Nach Recherchen des Jonastalvereins sind in dem Lager über zehntausend Menschen ums Leben gekommen. Mit der Gedenkveranstaltung will man nicht nur der Opfer gedenken, sondern auch ein Zeichen gegen neofaschistische Tendenzen in unserer Gesellschaft setzen.

Vor diesem Hintergrund forderte die Landrätin erneut ein Verbot der NPD. Auch Alexander Nadezhdin vom Generalkonsulat der Russischen Föderation in Leipzig mahnte eine friedliche Koexistenz zwischen den Völkern an. "Heute sind diese Ereignisse eine Mahnung für uns und zeigen, dass jede Form von Rassismus inakzeptabel ist", sagte Nadezhdin. Weiterhin verwies er darauf, dass die Gedenkstätten und Erinnerungskultur eine wichtige Rolle in der heutiger Zeit spielten.

So ging der Dank der Landrätin auch an den Jonastalverein. "Dem Verein ist es zu verdanken, dass wir heute so viel über diesen Ort wissen und er nicht in Vergessenheit gerät", lobte Petra Enders die Arbeit.

Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung lud der Jonastalverein noch in das Dokumentationszentrum ein.

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