Nicht besetzte Stellen und ein hoher Krankenstand sorgen dafür, dass immer weniger Polizisten auf Thüringens Straßen unterwegs sind.

In Thüringen sind immer weniger Polizisten im Einsatz. Die Zahl der Polizeibeamten ging allein seit 2019 um rund 1000 auf 5700 zurück, wie aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Raymond Walk im Landtag hervorgeht. Dabei handelt es sich um die tatsächlich eingesetzten Beamten, nicht um das Stellensoll, das höher liegt: In diesem Jahr bei mehr als 6500 Polizeistellen bei der Landespolizei, beim Landeskriminalamt und beim Bildungszentrum der Polizei.

'Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Bei der Landespolizei und damit den regionalen Dienststellen sind nach den Zahlen per 1. Juni etwa 5100 von 5800 Dienstposten besetzt. Hinzu komme, dass sich die Krankenquote der Polizei zwischen 2004 und 2020 von 6,25 Prozent auf etwa 11,0 erhöht und damit fast verdoppelt habe, erklärte Walk. Etwa 600 Beamte seien zudem nur eingeschränkt dienstfähig.

«Wir haben immer weniger Polizisten auf der Straße. Dies trägt nicht zu einem positiveren Sicherheitsempfinden der Bürger bei. Die Landesregierung muss den Trend dringend umkehren und offene Stellen besetzen», erklärte der CDU-Innenpolitiker.