Sibylle Göbel zur Forderung nach Ungleichbehandlung.

Die gesetzlichen Kassen haben gute Gründe, auf eine am Patienten ausgerichtete medizinische Versorgung zu pochen. Denn das Gegenteil davon kann nicht nur zu Lasten der Lebensqualität, sondern auch der Lebensdauer der Versicherten gehen. Als anschauliches Beispiel dafür dient der Herzinfarkt, der sich bei Frauen anders äußern kann als bei Männern. Frauen erleiden einen solchen Notfall zwar viel seltener. Aber sie versterben häufiger daran, weil ihre Symptome noch zu oft falsch interpretiert und die Rettungskräfte zu spät gerufen werden.