Berlin. Auf den Besitz von Kinderpornografie stehen hohe Strafen. Der Justizminister will das Strafmaß jetzt in bestimmten Fällen absenken.

Lügde, Münster, Bergisch-Gladbach – nach einer ganzen Reihe schwerer Missbrauchsfälle an Kindern beschließt die Große Koalition aus Union und SPD im Juni 2021 eine Verschärfung des Sexualstrafrechts. Es soll ein klares Abschreckungssignal an pädokriminelle Täter sein, doch schnell zeigt sich: Das Gesetz schießt über das Ziel hinaus, zu oft trifft es die Falschen. Jetzt, mehr als zwei Jahre später, will Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) die Regelung korrigieren. In bestimmten Fällen soll das Strafmaß verringert und die Verfahren damit leichter eingestellt werden können. Der Gesetzentwurf liegt unserer Redaktion vor.