Bad Tennstedt: Jörg Klupak ist bereit für die Landtags-Kandidatur

Bad Langensalza  Wahl 2019: Beim Neujahrsempfang gab der stellvertretende Landrat bekannt, seinen Hut in den Ring zu werfen.

Jörg Klupak (am Pult) will vor allem mit den Themen Herausforderungen des demografischen Wandels und dem Ausbau der Digitalisierung bei den Wählern punkten.

Jörg Klupak (am Pult) will vor allem mit den Themen Herausforderungen des demografischen Wandels und dem Ausbau der Digitalisierung bei den Wählern punkten.

Foto: Martin Lindner

Es war die Überraschung des Abends. Der stellvertretende Landrat Jörg Klupak gab am Freitag bei dem Neujahrsempfang der SPD Bad Langensalza vor rund 70 geladenen Gästen offiziell bekannt, als Landtagskandidat seinen Hut in den Ring zu werfen. Die Frage nach dem Warum beantwortete er in seinem Grußwort der Veranstaltung: „Weil es mir nicht egal ist“.

Themen, die er im Thüringer Landtag nach vorne bringen will, sind unter anderem die Herausforderungen des demografischen Wandels und die Digitalisierung. „Wie gehen wir damit um, dass die Gesellschaft immer älter wird und die jungen Menschen nicht zurückkommen?“, warf er in den Raum. Er, der selbst der Generation der Baby-Boomer angehört, mache sich Gedanken angesichts der Zukunft. „Da kommt eine Welle auf uns zu“, prognostizierte er.

Einen klaren Standpunkt vertritt Klupak auch angesichts des Breitbandausbaus. „Es gibt Leute, die sagen, wir müssen nicht jede Milchkanne mit Internet versorgen. Ich sehe das anders“, erklärte er überzeugt. Gerade ländliche Regionen bräuchten schnelles Internet, um für die Zukunft gewappnet und für junge Menschen attraktiv zu sein.

Eher zufällig hat sich die Kandidatur Klupaks ergeben. Er erzählte, dass sich die Genossen vor circa einem Vierteljahr bei der Fraktionsklausur Gedanken gemacht hätten, wer am besten als Landtags-Kandidat geeignet wäre. Der Blick sei bei ihm hängen geblieben, sagte Klupak lächelnd. Er habe sich Bedenkzeit erbeten. Jetzt sei er aber entschlossen, als starke Stimme des Kreises in den Landtag einzuziehen. „Ich denke, es sollten nicht nur Juristen und Lehrer im Landtag sitzen“, sagte der gelernte Gärtner. Wichtig sei in erster Linie, dass man in der Region verankert ist und politische Erfahrungen mitbringe. Klupak selbst kann in diesem Jahr auf ein Vierteljahrhundert Tätigkeit in der Lokalpolitik zurückblicken, 16 Jahre war er Bürgermeister von Bad Tennstedt. „Ich möchte meine Erfahrungen in den Landtag einbringen.“ Bei der Mitgliederversammlung am 31. Januar nominieren die Genossen ihren Landtags-Kandidaten aus dem Wahlkreis neun. Der umfasst Bad Langensalza und Umgebung. Er reicht dabei von Bad Tennstedt über Bad Langensalza, die Landgemeinde Unstrut-Hainich bis in die Vogtei und die Verwaltungsgemeinschaft Schlotheim. Innerhalb der Partei gibt es derzeit noch keinen Gegenkandidaten.

Klupak ist seit 25 Jahren in der Lokalpolitik tätig

Unter dem Motto „SPD erneuern“ waren die Gäste bei dem Neujahrsempfang am Freitagabend aufgerufen, Themen aufzuschreiben, die die Menschen vor Ort bewegen, damit die Partei nach den vielen Talfahrten der vergangenen Zeit wieder in der Wählergunst steigt. Landrat Harald Zanker (SPD), der ebenso anwesend war, appellierte an die Genossen, sich um die jungen Menschen zu kümmern. Er zeigte sich bedrückt, dass es besonders unter ihnen sehr viele gebe, die von ihrem Wahlrecht keinen Gebrauch machten.

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