Banner hängt erneut am „Fürstenhof“

Eisenach  Eigentümer kritisiert damit Stadtverwaltung

Hängt erneut am „Fürstenhof“, das Banner mit der gereimten Forderung.

Hängt erneut am „Fürstenhof“, das Banner mit der gereimten Forderung.

Foto: Jensen Zlotowicz

Thomas Cannon, Eigentümer des ehemaligen Hotels „Fürstenhof“, hat wieder ein Banner an der Fassade befestigt, weil er mit der Vorgehensweise der Stadtverwaltung bezüglich seiner Immobilie nicht einverstanden ist. Cannon attestiert Eisenachs Bürgermeister Uwe Möller (parteilos), Kerstin Menge, Amtsleiterin für Stadtentwicklung, und Stadtplaner Andreas Diedrich „dämliche“ Arbeit bei diesem Projekt.

Die knapp 200 000 Euro Fördergeld, die dem Eigentümer zur Verfügung stünden, wenn er eine Vereinbarung mit der Stadt abschließen würde – tut er aber nicht – sind Cannon zu wenig. Also bringt der Investor seine Forderung nach „mehr“ auf diese Weise öffentlich zum Ausdruck. Nach dem Willen der Stadt soll Cannon die Schaufassade des früheren Hotels und den Balkon der Bornemann-Villa bei seinem Villen-Neubauprojekt erhalten (wir berichteten). Er hat aber einen Komplettabriss beantragt. Um die Forderung der Stadt zu erfüllen, braucht es nach Ansicht des Eigentümers deutlich mehr Fördergeld. Er ziehe strafrechtliche Schritte in Erwägung. Die Bauverwaltung habe noch vor einem Jahr in Aussicht gestellt, mehrere Millionen Euro für die Sanierung zu beschaffen.

Für Mitte Januar ist eine Vorstellung der Pläne zum „Fürstenhof“ im Ausschuss für Stadtentwicklung angekündigt. (zz)