Bürgermeister von Wiehe und Bad Frankenhausen im Amt bestätigt

Kyffhäuserkreis  Matthias Strejc und Dagmar Dittmar sind die einzigen Kandidaten in ihren Orten und ernten eine breite Zustimmung.

Zu Hause hatte der Frankenhäuser Bürgermeister Matthias Strejc (SPD) im Grünen zu einer Wahlparty eingeladen. Viele kamen, um am Laptop die Ergebnisse zu verfolgen und ihn zu beglückwünschen.

Zu Hause hatte der Frankenhäuser Bürgermeister Matthias Strejc (SPD) im Grünen zu einer Wahlparty eingeladen. Viele kamen, um am Laptop die Ergebnisse zu verfolgen und ihn zu beglückwünschen.

Foto: Ingolf Gläser

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Neben der Landratswahl wurden am Sonntag im östlichen Teil des Kyffhäuserkreises die Wahlberechtigten in Bad Frankenhausen und Wiehe dazu aufgerufen, den hauptamtlichen Bürgermeister zu wählen. Da ging es allerdings nicht um die Frage nach dem Wer?, denn in beiden Städten stellte sich jeweils nur ein Kandidat zur Wahl – und das waren die Amtsinhaber Matthias Strejc (SPD) und Dagmar Dittmer (CDU). Den Sekt konnten sie schon vor Wochen in den Kühlschrank stellen.

Die Wähler hatten die Möglichkeit, auf dem Stimmzettel den Namen des Bewerbers zu streichen und eine andere wählbare Person einzutragen. Solche Fälle gab es 2014 bei der Ortsteilbürgermeisterwahl in Seehausen (eine Bewerberin) sowie in Udersleben, wo es für den Ortsteilrat weniger Bewerber als Plätze gab.

Die spannende Frage für Strejc und Dittmer war: Wie hoch ist die Wahlbeteiligung und wie viele Stimmen entfallen auf sie. Bei der Wahl vor sechs Jahren, die Wahlbeteiligung lag in der Kurstadt bei 53 Prozent, setzte sich Strejc mit 73 Prozent gegen die zwei Kandidaten von CDU und Pro F ganz klar durch. In Wiehe kam Dagmar Dittmer auf fast 98 Prozent. Die Wahlbeteiligung hier: 52 Prozent.

Und diesmal? Am frühen Nachmittag sah es in Bad Frankenhausen so aus, dass sich eine geringere Wahlbeteiligung als 2012 abzeichnete. Das Bild änderte sich zu Beginn der Auszählung nicht. Auffällig war, dass es eine hohe Zahl an ungültig gemachten Stimmen gab. Der Name Strejc oder der ganze Wahlzettel wurde durchgestrichen. Es gab einen Fall, wo der Zettel im Wahlraum zerrissen wurde.

Wähler machten von ihrem Recht Gebrauch, eine wählbare Person einzutragen. Da standen etwa die Namen Steffen Kobrow, Thomas Richter, Sabine Zeidler, Sören Schobeß, Jürgen Schweser, Ralf Dittmann.

Strejc hatte am Abend zu Hause zu einer kleinen Wahlparty eingeladen. Viele kamen, um die Ergebnisse am Laptop gemeinsam zu verfolgen und ihn zu beglückwünschen. 96 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen am Ende auf den Amtsinhaber – bei einer Wahlbeteiligung von 43,6 Prozent. Die geringe Wahlbeteiligung schließt Strejc daraus, dass es nicht, wie 2012, drei Bewerber gab, sondern nur einen: „Ich kann doch nichts dafür, dass es keine weiteren Kandidaten gab“, meinte er. Verwundert ist auch er über die hohe Zahl der ungültigen Stimmen. Das hat seiner Meinung nach drei Gründe – weil es nur einen Kandidaten gab, die aktuelle Diskussion um den geplanten Hotelbau auf dem Schlossplatz und zudem, so seine Vermutung, die AfD-Wähler, die bei der Landratswahl ihren Kandidaten ankreuzten und bei der Bürgermeisterwahl seinen Namen durchstrichen. Das Ergebnis zeige aber auch, so Strejc, dass es in den vergangenen Jahren im Stadtrat eine große Einigkeit zwischen den Parteien gab, Vorhaben gemeinsam auf den Weg gebracht wurden. Mit Blick auf die nächsten Großprojekte will Strejc die Bürger mehr mitnehmen.

Auch Dagmar Dittmer blieb am Wahlabend nicht allein. Sie empfing daheim in Langenroda Freunde, die ihr gratulieren wollten. Auf ihrem Hof waren Stehtische aufgebaut und bald klopften auch schon die ersten Gäste ans Tor. Dass Dittmer wieder eine große Zustimmung zuteil wird, daran zweifelte in Wiehe und den Ortsteilen Langenroda und Garnbach wohl kaum jemand. Die Langenrodaerin ist beliebt. Entsprechend fiel das Wahlergebnis aus: 98,4 Prozent stimmten für die Amtsinhaberin, bei einer Wahlbeteiligung von 42,1 Prozent.

Es wird eine kurze, hauptamtliche Amtszeit für die Bürgermeisterin. 2019, nach der Fusion mit Roßleben, Donndorf und Nausitz, wird sie dieses Amt nur noch im Ehrenamt ausführen.

Aber auch dann wartet noch genug Arbeit: Im Roßlebener Rathaus könnte sie mit dem neuen Jahr die Stabsstelle zur Zusammenführung nach der Gebietsreform übernehmen.

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