Bundestagswahl-Blog für Thüringen: "Die machen eh, was sie wollen" - Wahlverlierer beginnen Jobsuche

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Der Ostthüringer CDU-Bundestagskandidat Albert Weiler (Wahlkreis 195) sieht sich die ersten Ergebnisse an. Er hat es nicht wieder in den Bundestag geschafft.

Der Ostthüringer CDU-Bundestagskandidat Albert Weiler (Wahlkreis 195) sieht sich die ersten Ergebnisse an. Er hat es nicht wieder in den Bundestag geschafft.

Foto: Katja Dörn

Was Thüringer nach der Bundestagswahl sagen: Eine Spurensuche in Saalfeld. - Für die Wahlverlierer beginnt nun die Jobsuche.

  • SPD bundesweit mit 25,8 % vor CDU/CSU (24,1 %) und Grünen (14,6 %), Linke bei 4,9 %
  • AfD in Thüringen erstmals stärkste Partei
  • Frank Ullrich in Südthüringen deutlich vor Hans-Georg Maaßen
  • Bürgermeisterwahlen in sechs Thüringer Kommunen
  • Unser Wahlblog zu den bundesweiten Ereignissen

29. September 2021

15.22 Uhr: Thüringer CDU will nach Wahldebakel ihre Mitglieder befragen

Bei der Aufarbeitung des Bundestagswahldebakels am Montagabend wird die Basis der CDU stärker einbezogen. Zudem sollen Ostthemen in den Fokus rücken. So ließen die Kritiker ihre Faust in der Tasche, und die mehr als 20 Anwesenden konzentrierten sich gut drei Stunden darauf, sich an der schlechten Performance ihres Frontmannes Armin Laschet abzuarbeiten.

14.15 Uhr: Drei Fragen an...

... Martin Friedrich, zuletzt Wahlkreismitarbeiter beim früheren CDU-Bundestagsabgeordneten Albert Weiler in Saalfeld. Lesen Sie hier .

13.28 Uhr: Nicht allen scheidenden Thüringer Abgeordneten fehlten Stimmen

Für neun Thüringer Abgeordnete bedeutet die Bundestagswahl auch das politische Aus – zumindest vorläufig. Die Gründe für ihr Ausscheiden aus dem Bundestag sind unterschiedlich.

6.40 Uhr: Druck auf Laschet wächst auch aus Thüringen

Der seit der Wahlniederlage erneut eskalierende Machtkampf in der Union wurde am Dienstag nur notdürftig befriedet. Auch in der Thüringer CDU wird erstmals offen der Rückzug von CDU-Bundeschef Armin Laschet gefordert.

6.30 Uhr: Warum Thüringer Dörfer Blau wählen - Eine Analyse

Die AfD verdankt ihr Ergebnis bei der Bundestagswahl in Thüringen der Bevölkerung im ländlichen Raum. Ein Blick auf die nach Zweitstimmen gefärbte Karte zeigt: In den allermeisten Gemeinden hat die vom Verfassungsschutz beobachtete Partei die Oberhand. Allerdings gilt: Keine Regel ohne entsprechende Ausnahme.

28. September 2021

8.10 Uhr: Thüringen wechselt aus: Wer kommt, wer bleibt und wer verlässt den Bundestag

Selten wurden bei einer Bundestagswahl in Thüringen so viele neue Abgeordnete gewählt – und alte abgewählt. Einen Überblick finden Sie hier.

7.39 Uhr: „Wir konnten uns dem Abwärtssog nicht widersetzen“ – Thüringer CDU-Chef Hirte verteidigt seine Landespartei

Thüringens CDU-Vorsitzender und Spitzenkandidat Christian Hirte hat seinen Wahlkreis eingebüßt und zieht nur noch über die Landesliste in den Bundestag ein. Im Interview spricht er über das Bundestagswahldebakel, seine Partei und seine persönliche Verantwortung.

7.20 Uhr: Brandner will Kaufmann als AfD-Bundestagsvize vorschlagen

Das Wahlergebnis der AfD in Thüringen ist aus Sicht von Spitzenkandidat Stephan Brandner Rechtfertigung genug, dass Thüringer in der künftigen Bundestagsfraktion prominent vertreten sein müssen. „Mindestens ein Thüringer sollte im Fraktionsvorstand sein“, sagte Brandner dieser Zeitung. Für einen prominenten Posten bringt er einen Neu-Abgeordneten der AfD ins Gespräch.

6.44 Uhr: So arbeitet die Thüringer CDU das Desaster auf

Seit Montagabend stehen bei der Thüringer CDU die Zeichen auf Aufarbeitung. Bei der Bundestagswahl hat die Partei sieben der acht Wahlkreise an die AfD und die SPD verloren. Die Hauptschuld für das Desaster sieht die Thüringer CDU jedoch nicht bei sich. So soll ein Kurs für die Zukunft gesetzt werden.

6.05 Uhr: Landtagsabgeordnete gehen nach Berlin - Zwei mögliche Nachrücker der AfD sind aus Partei ausgetreten

Das Ergebnis der Bundestagswahl hat in Thüringen unmittelbare Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Landtages. Warum das für die AfD auch bedeuten könnte, dass sie den Posten des Landtagsvizepräsidenten verliert, erfahren Sie hier.

5.30 Uhr: AfD legt nur in Thüringen zu – Union streitet über Laschet

Die AfD hat trotz dem Gewinn von 16 Direktmandaten auch in Ostdeutschland an Stimmen eingebüßt. Die einzigen Zuwächse erzielte sie in Thüringen, wo die Partei erstmals Wahlkreise gewann. Bundesweit verlor die Partei 2,3 Punkte und kam nur noch auf 10,3 Prozent.

In der ostdeutschen Union mehren sich derweil die Stimmen, die eine Regierungsbeteiligung im Bund infrage stellen und eine harte Fehlerdebatte fordern.

27. September 2021

21.58 Uhr: Spurensuche in Heringen: Wo fast jeder Dritte AfD wählt

"Hat ja was gebracht." René Hopfengart geht heute sehr zufrieden zu Werke. Plakat um Plakat nimmt er von den Laternenmasten in Heringen. Das Konterfei von Jürgen Pohl überm AfD-Logo stapelt sich in seinem Auto. Warum haben so viele Heringer rechts gewählt? Eine Suche nach Antworten vor Ort.

21.50 Uhr: Schmerzliche Blicke für CDU-Landeschef Hirte auch in den Detailergebnissen im Wartburgkreis

Sogar in seinem Heimatort Tiefenort landet Christian Hirte hinter Klaus Stöber von der AfD. Tina Rudolph (SPD) liegt indes in Eisenach vorn. Der Natur der Sache folgend ist dieser Blick ins Detail für den CDU-Mann Christian Hirte schmerzlich. Der Mann aus Tiefenort wollte natürlich das Direktmandat verteidigen, aber nicht einmal vor der eigenen Haustür gelang es ihm, auf Platz 1 zu landen. In beiden Wahllokalen seines Heimatortes Tiefenort musste sich Hirte (mit 22 und 26,8 Prozent) der Erststimmen seinem AfD-Kontrahenten Klaus Stöber (31,3 und 32,5 Prozent) geschlagen geben.

21.45 Uhr: Saalfelder nach der Bundestwagswahl: "Die machen eh, was sie wollen"

Der Tag nach der Bundestagswahl scheint für viele Saalfelder ein ganz gewöhnlicher. Überschießende Emotionen legen sie nicht an den Tag. Doch hat unser Reporter heute in der Saalestadt eingefangen - von Regierungskonstellationen über Impfzwang bis hin zur Menschlichkeit.

21.40 Uhr: Handwerkskammerpräsident fordert Stärkung der Branche

Nach der Bundestagswahl hat der Präsident der Handwerkskammer Südthüringen, Manfred Scharfenberger, eine Stärkung des Handwerks gefordert. "Es braucht jetzt eine Politik, die unsere Unternehmen, Beschäftigten und Auszubildenden wirklich unterstützt", sagte er in Suhl. Bürokratische Hürden müssten abgebaut, Gesetze und neue Regelungen vor dem Inkrafttreten auf Probleme für das Handwerk geprüft werden. (dpa)

21.37 Uhr: Raus aus der Jenaer Firma, rein in den Bundestag: Wie SPD-Politiker Becker völlig überraschend gewählt wurde

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Wegen des für ihn selbst völlig überraschenden Wahlerfolgs steht Holger Becker (SPD) nun vor einer schwierigen Frage: in der eigenen Firma, wenn er im Bundestags sitzt? "Bundestagsabgeordneter ist natürlich ein Vollzeit-Job", sagte Holger Becker während der SPD-Siegesfeier. Der neu gewählte Bundestag kommt voraussichtlich am 26. Oktober erstmals zusammen.

21.24 Uhr: Experte plädiert für Ausgrenzung der AfD bei Posten und Gremien

Der Rechtsextremismusexperte und Soziologe Matthias Quent hat sich dafür ausgesprochen, die AfD aus bestimmten Posten und Gremien im neuen Bundestag herauszuhalten. "Ein Großteil der Bevölkerung - das wissen wir aus Umfragen - will mit der AfD nichts zu tun haben und erwartet ein klares Vorgehen gegen Rechtsextremismus", sagte Quent heute. Insofern sei die Ausgrenzung "dieser Rechtsaußen-Partei" wichtig, dies belegten auch die Verluste der AfD bei der Wahl trotz der historischen Krisensituation der Corona-Pandemie. (dpa)

21.21 Uhr: Diese drei Jenaer wurden in den Bundestag gewählt

Im neuen Bundestag werden sein. Neben dem Direktmandatgewinner Holger Becker (SPD) zieht auch Ralph Lenkert für die Linke in das neue Parlament. Er schaffte dies über seinen Listenplatz und beginnt damit seine vierte Legislatur. Außerdem wird für die SPD Tina Rudolph in den Bundestag einziehen.

20.28 Uhr: Wer wird die Neujahrsansprache halten?

Frank Roßner geht fest davon aus, dass nicht Angela Merkel (CDU), sondern Olaf Scholz (SPD) die Neujahrsansprache als Bundeskanzler halten wird. "Schon allein wegen der Corona-Situation haben wir keine Zeit, um Entscheidungen zu verschieben", meinte der SPD-Kreisvorsitzende im Saale-Orla-Kreis heute nach der Bundestagswahl. (pc)

20.27 Uhr: Ramelow findet Kanzler-Anspruch von Laschet "anmaßend"

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat Armin Laschet (CDU) einem Bericht zufolge dafür kritisiert, nach dem schlechten Abschneiden der Union bei der Bundestagswahl trotzdem das Kanzleramt anzustreben. Er sei irritiert, dass sich Laschet "nach dieser vergurkten Wahl" anmaße, "zu sagen, an Herrn Scholz vorbei auf einmal das Kanzleramt anstreben zu können", sagte Ramelow heute. (dpa)

20.26 Uhr: Die Ostthüringer Wahlkreis-Verlierer der CDU: Nun beginnt die Jobsuche

Die CDU-Politiker Volkmar Vogel und Albert Weiler verlieren ihre Wahlkreise an die AfD: Weiler scheidet nach zwei Legislaturperioden aus, Vogel landet auf Platz 3 hinter Wahlkreissieger Stephan Brandner. Welche Gründe sehen sie und wie geht es für beide weiter?

14 Uhr: Experte: Bundestrend nicht allein schuld am Absturz der Thüringer CDU

Der Erfurter Politikwissenschaftler André Brodocz sieht einen Grund für den Absturz der CDU bei der Bundestagswahl in Thüringen in einer innerparteilichen Zerrissenheit. Zum mit 16,9 Prozent bisher schlechtesten Ergebnis bei einer Bundestagswahl habe nicht nur der Bundestrend beigetragen mit einem Programm und einem Kandidaten, die nicht überzeugt hätten, sagte Brodocz am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. „Die Thüringer CDU hatte auch keinen guten Sommer.“ Bei der gescheiterten Auflösung des Landtags habe sich die Zerrissenheit der Partei gezeigt. Das gelte auch für die Aufstellung des ehemaligen Verfassungsschutzchefs Hans-Georg Maaßen als Direktkandidat, die nur Teile der Thüringer CDU befürwortet hatten. „Unionswähler wollen Geschlossenheit.“ Das Experiment, dass Maaßen der AfD Stimmen abjage, habe zudem nicht funktioniert. Maaßen, der in der CDU als Rechtsausleger gilt, verlor den Wahlkreis gegen den SPD-Kandidaten, Biathlon-Oympiasieger Frank Ullrich. (dpa)

11.39 Uhr: Voigt skeptisch gegenüber möglicher Jamaika-Koalition

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Mario Voigt, hat sich skeptisch zu einer möglichen Jamaika-Bundesregierung geäußert. „Wir sind nicht mehr die Nummer 1 und wir haben deutlich verloren“, sagte er dieser Zeitung. „Wir sollten uns Gesprächen aus staatspolitischer Verantwortung nicht verweigern. Aber den Auftrag für Gespräche über eine neue Regierung haben aus meiner Sicht erst einmal andere.“ Falls es dennoch zu „etwaigen Gesprächen“ komme, müsse dort die CDU „Stimme des Ostens und des ländlichen Raums“ sein, sagte Voigt.

10.50 Uhr: Ramelow findet Kanzler-Anspruch von Laschet "anmaßend"

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat Armin Laschet (CDU) einem Bericht zufolge dafür kritisiert, nach dem schlechten Abschneiden der Union bei der Bundestagswahl trotzdem das Kanzleramt anzustreben. Er sei irritiert, dass sich Laschet "nach dieser vergurkten Wahl" anmaße, "zu sagen, an Herrn Scholz vorbei auf einmal das Kanzleramt anstreben zu können", sagte Ramelow am Montag dem Sender MDR Aktuell.

Ramelow machte klar, dass die SPD bei dieser Bundestagswahl ein deutliches Signal gesetzt habe. "In Ostdeutschland haben sich die Sozialdemokraten als kraftvolle Partei zurückgemeldet", sagte der 65-Jährige. Wenn man dieser Partei nun sage, "wir können auch ohne euch im Kanzleramt eine Koalition bilden", dann würden diejenigen, die das machten, sich am Wählerwillen vergehen. "Es wird Zeit, dass die CDU begreift, dass sie sich in der Opposition erholen muss." (dpa)

7.45 Uhr: Wahlbeteiligung in Thüringen ähnlich hoch wie in 2017

Der Landeswahlleiter Günter Krombholz informiert: Bei der Bundestagswahl am 26. September 2021 wurde für Thüringen das folgende vorläufige amtliche Ergebnis ermittelt:

  • Wahlberechtigte: 1.707.797
  • Wähler: 1.279.823
  • Wahlbeteiligung: 74,9 Prozent (2017: 74,3 Prozent)
  • gültige Erststimmen: 1.263.038 (ungültig: 16.785)
  • gültige Zweitstimmen: 1.264.876 (ungültig: 14.947)

6.59 Uhr: Elf weitere Thüringer Abgeordnete ziehen in Bundestag ein

Der Bundeswahlleiter hat am Montagmorgen die gewählten Abgeordneten über die Landeslisten bekannt gegeben. Am meisten Plätze sichert sich in Thüringen auf diesem Weg die Linke, die drei Abgeordnete nach Berlin entsenden darf. Thüringen stellt dank Ausgleichs- und Überhangmandaten künftig 19 Abgeordnete für den Bundestag.

6 Uhr: Bundestagswahl 2021: Endergebnis und Wahlbeteiligung

Rund 60 Millionen Wählerinnen und Wähler haben am Sonntag einen neuen Bundestag gewählt. Alle 299 Wahlkreise sind ausgezählt. Der Bundeswahlleiter hat am Montagmorgen das vorläufige Endergebnis bekanntgegeben. Hier finden Sie das Ergebnis der Bundestagswahl.

5.40 Uhr: Eine historische Nacht - So erlebten die Thüringer Parteien den Wahlabend

Die SPD schafft auch in Thüringen ihr Comeback, doch der Sieg geht an die AfD. Die CDU erlebt ein Desaster. Entsprechend war die Stimmung bei den jeweiligen Wahlpartys.

5.25 Uhr: Kopf-an-Kopf-Rennen ums Kanzleramt - Thüringer Stimmen zum Wahlergebnis

Nach 16 Jahren Regierungszeit von Kanzlerin Angela Merkel erlebt die Union bei der Bundestagswahl ein historisches Debakel. Die SPD kann erstmals seit vielen Jahren stark zulegen. Dennoch ist alles offen. Die Koalitionsverhandlungen dürften schwierig werden. Sowohl SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz als auch CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet beanspruchten, eine Regierung unter ihrer Führung zu bilden. Reaktionen aus dem Freistaat zur Bundestagswahl.

0.15 Uhr: Thüringer Wahlbezirke komplett ausgezählt – AfD stärkste Partei

Nach Auszählung aller 2972 Thüringer Wahlbezirke wurde die AfD bei der Bundestagswahl stärkste Partei mit 24,0 Prozent vor der SPD (23,4 %), CDU (16,9 %), Linke (11,4 %), FDP (9,0 %) und Grünen (6,6 %). Die Wahlbeteiligung lag bei 74,9 Prozent.

Frank Ullrich (SPD) in Südthüringen deutlich vor Hans-Georg Maaßen (CDU)

Im viel beachteten Wahlkreis 196 in Südthüringen gewinnt der SPD-Kandidat Frank Ullrich deutlich gegen Hans-Georg Maaßen (CDU). Ullrich erhält 33,6 Prozent aller Erststimmen, Maaßen 22,3 Prozent, der AfD-Kandidat Jürgen Treutler 21,2 %.

0.10 Uhr: Endergebnis für Suhl - Schmalkalden-Meiningen - Hildburghausen - Sonneberg

Als letzter der acht Thüringer Wahlkreise ist der Wahlkreis 196 Suhl - Schmalkalden-Meiningen - Hildburghausen - Sonneberg nun fertig ausgezählt. Bei den Zweitstimmen siegt die AfD mit 26,4 Prozent vor der SPD (25,1 %), der CDU (16,5 %) , Linken (10,9 %), FDP (8,3 %) und Grünen (4,3 %). Das Direktmandat gewinnt Frank Ullrich (SPD) mit 33,6 Prozent der Stimmen.

26. September 2021

23.10 Uhr: Jung und Kinder in Gera-Debschwitz in der Stichwahl

René Jung (SPD) und Andreas Kinder, der als Einzelbewerber antrat, ziehen offenbar in die Stichwahl um den Posten des Ortsteilbürgermeisters von Gera-Debschwitz ein. Wie es kurz vor 23 Ur aus dem Geraer Rathaus hieß, hätte Jung 1867 Stimmen erhalten, Kinder, der für die CDU im Stadtrat sitzt, 1368 Stimmen.

22.55 Uhr: Endergebnis für Gera - Greiz - Altenburger Land

Im Wahlkreis 194 Gera - Greiz - Altenburger Land sind alle 384 Wahlbezirke ausgezählt. Bei den Zweitstimmen siegt die AfD mit 28,1 Prozent vor der SPD (21,9 %), CDU (16,4 %), Linke (11,2 %), FDP (9,8 %) und Grüne (4,4 %). Das Direktmandat holt Stephan Brandner (AfD) mit 29,0 %.

22.50 Uhr: Endergebnis für Jena - Sömmerda - Weimarer Land I

Im Wahlkreis 191 Jena - Sömmerda - Weimarer Land I sind alle 372 Stimmbezirke ausgezählt. Bei den Zweitstimmen siegt die SPD mit 22,4 Prozent vor der AfD (19,8 %), CDU (15,6 %), Linke (12,8 %), Grüne (11,0 %) und FDP (9,2 %). Das Direktmandat holt Dr. Holger Becker für die SPD mit 20,1 Prozent.

22.40 Uhr: Endergebnis für Erfurt - Weimar - Weimarer Land II

Im Wahlkreis 193 Erfurt - Weimar - Weimarer Land II sind alle 329 Stimmbezirke ausgezählt. Bei den Zweitstimmen gewinnt die SPD mit 23,9 Prozent vor der AfD (16,2 %), der CDU (14,3 %), Linke (14,0 %) , Grüne (13,2 %) und FDP (9,4 %). Das Direktmandat holt Carsten Schneider (SPD) mit 24,4 Prozent.

22.35 Uhr: Endergebnis für Wahlkreis Gotha - Ilm-Kreis

Im Wahlkreis 192 Gotha - Ilm-Kreis sind alle 292 Wahlbezirke ausgezählt. Bei den Zweitstimmen gewinnt die AfD mit 26,0 Prozent vor der SPD (23,8 %). Die CDU kommt auf 15,5 %, die Linke auf 11,0 %, FDP 8,6 % und Grüne 5,8 %. Das Direktmandat holt Marcus Bühl für die AfD mit 26,5 Prozent der Stimmen.

22.25 Uhr: Endergebnis für Wahlkreis Eichsfeld - Nordhausen - Kyffhäuserkreis

Im Wahlkreis 189 Eichsfeld - Nordhausen - Kyffhäuserkreis sind alle 396 Wahlbezirke ausgezählt. Bei den Zweitstimmen gewinnt die SPD mit 24,4 Prozent vor der AfD (22,5 %). Die CDU kommt auf 22,0 %, die Linke auf 9,9 %, die FDP auf 9,0 %. Das Direktmandat gewinnt Manfred Grund (CDU) mit 26,6 Prozent.

22.20 Uhr: SPD erobert Landkreis Nordhausen zurück

Der Landkreis Nordhausen wurde bei der Bundestagswahl am Sonntag von der SPD zurückerobert. Die Genossen vereinten nach der Auszählung von 115 von 116 Wahlbezirken 28,6 Prozent der Zweitstimmen auf sich und feierten damit einen klaren Sieg. Die AfD landete mit 21,9 Prozent auf Platz zwei vor der CDU mit 16,9 % und der Linke mit 11,7 Prozent. Die FDP kam auf 8,4 Prozent, die Grünen auf 5,2.Auch bei den Erststimmen lag die SPD-Kandidatin Anne Bressem mit 26,4 Prozent recht deutlich vorn vor Jürgen Pohl von der AfD mit 22,5 % und Manfred Grund (CDU) mit 20,5 %. Sigrid Hupach von den Linken wählten 12,9 Prozent der Südharzer Wähler. Die Wahlbeteiligung liegt bei 71,2 Prozent. 47.414 von 66.596 Wählern gaben ihre Stimme ab. (hpb)

22.10 Uhr: Endergebnis für SaRu - Saale-Holzland-Kreis - Saale-Orla-Kreis

Nach Auszählung aller 448 Wahlbezirke im Wahlkreis 195 Saalfeld-Rudolstadt - Saale-Holzland-Kreis - Saale-Orla-Kreis liegt die AfD bei den Zweitstimmen mit 28,2 Prozent vor der SPD (21,3 %) und der CDU (16,4 %). Das Direktmandat holt Prof. Dr. Michael Kaufmann (AfD) mit 29,3 Prozent der Stimmen.

22 Uhr: SPD siegt mit deutlichem Vorsprung in Nordhausen

Die Stadt Nordhausen geht relativ deutlich an die SPD. Nach der Auszählung aller Wahlbezirke liegen die Genossen mit 28,7 Prozent bei den Zweitstimmen in Front. Die AfD folgt mit 20,8 Prozent, die CDU als Drittplatzierter kommt auf 15,6 Prozent der Stimmen. Die Linke erreicht 12,3, die FDP 8,5 und die Grünen 6,3 Prozent der abgegebenen Stimmen. Bei den Erststimmen liegt Anne Bressem (SPD) mit 26,5 Prozent ebenso klar vorn vor Jürgen Pohl von der AfD mit 21,7 Prozent und Manfred Grund mit 18,8 Prozent. Für Sigrid Hupach votierten 13,7 Prozent der Wähler. Die Wahlbeteiligung liegt bei 67,8 Prozent. 22.327 von 32.932 Wähler gaben ihre Stimme ab. (hpb)

21.55 Uhr: Thüringer AfD-Co-Chef: Westverbände sollen von Ost-AfD lernen

Nach dem starken Abschneiden der AfD bei der Bundestagswahl in Thüringen hat AfD-Co-Landeschef Stefan Möller mehr Programmtreue von den westdeutschen AfD-Verbänden gefordert. Die Landesverbände im Westen Deutschlands dürften sich nicht an Wählerschichten "anbiedern", die seine Partei nicht wirklich vertrete, sagte Möller am Sonntag in Erfurt der Deutschen Presse-Agentur. "Stattdessen wäre es gut, wenn man vom Osten lernt." Ein zentraler Grund für das starke Abschneiden der AfD in Thüringen sei, dass man "kompromisslos für die eigene Linie" eintrete und dabei Politik etwa für Familien, Handwerker und Polizisten mache. "Wir sprechen Dinge an, für die wir von den anderen verdroschen werden", sagte Möller.

21.50 Uhr: Erster Thüringer Wahlkreis komplett ausgezählt

Im ersten komplett ausgezählten Wahlkreis in Thüringen (190 Eisenach - Wartburgkreis - Unstrut-Hainich-Kreis) gewinnt die SPD mit 24,9 Prozent knapp vor der AfD (24,5 %), CDU (18,3%) und Linken (10,3%). Das Direktmandat holt Klaus Stöber (AfD) mit 24,8 Prozent.

21.45 Uhr: "Das ist sehr schade": Maaßen gesteht Niederlage ein

Der Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen verliert im Wahlkreis 196 gegen SPD-Kandidat Frank Ullrich und beklagt sich über einen Wahlkampf der „Anfeindungen“. Er will der Region aber erhalten bleiben.

21.40 Uhr: Stephan Brandner (AfD) holt wohl Direktmandat

Nachdem 374 von 384 Wahlbezirken im Wahlkreis Gera/Greiz/Altenburger Land ausgezählt sind, liegt im Rennen ums Direktmandat Stephan Brandner (AfD, 29,3 Prozent) deutlich vor CDU-Politiker Volkmar Vogel (19,9 Prozent). Der musste Stand 21.45 Uhr sogar der SPD-Kandidatin Elisabeth Kaiser (22,0 Prozent) den Vortritt lassen, deren Partei im Wahlkreis vom guten Abschneiden der Bundespartei profitiert haben dürfte. Die Zugewinne der SPD im Wahlkreis bei der Erststimme im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 entsprechen in etwa den Verlusten der CDU und liegen bei gut zehn Prozentpunkten.

21.35 Uhr: Überraschung im Wahlkreis 191? SPD-Kandidat vorn

Eine Überraschung deutet sich im Wahlkreis 191 Jena - Sömmerda -Weimarer Land an. SPD-Bewerber Holger Becker hat die Führung übernommen. CDU-Kandidat Mike Mohring liegt klar auf Platz drei hinter Torben Braga von der AfD. Noch sind acht Wahlbezirke auszuzählen.

21.35 Uhr: SPD in Gemeinde Harztor vorn

In der Gemeinde Harztor im Landkreis Nordhausen sind alle Stimmen zur Bundestagswahl ausgezählt. Bei der Zweitstimme liegt die SPD mit 27,7 Prozent vorn. Mit 23,7 Prozent folgt die AfD. Die CDU kommt auf 16,8 Prozent. Die Linke bekommt 9,1 Prozent der Wählerstimmen und die FDP 9,2 Prozent. Die Grünen erreichen 3,1 Prozent. Auch mit der Erstimme und mit Anne Bressem gewinnt die SPD in Harztor mit 26,8 Prozentpunkten. Jürgen Pohl (AfD) erreicht 24,2 Prozent, gefolgt von Manfred Grund (CDU) mit 20,2 Prozent. Sigrid Hupach von den Linken erreicht 9,6 Prozent. Patrick Kurth von den Liberalen bekommt 6,8 Prozent der Wählerstimmen und die Grünen erreichen mit Heike Möller 4,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 71,5 Prozent. (fix)

21.30 Uhr: SPD siegt in Ellrich

In Ellrich im Landkreis Nordhausen sind, Stand 21.29 Uhr, alle Stimmen zur Bundestagswahl ausgezählt.Bei der Zweitstimme liegt die SPD mit 29,7 Prozent vorn. Mit 23,9 Prozent folgt die AfD. Die CDU kommt auf 15,5 Prozent. Die Linke bekommt 11,5 Prozent der Wählerstimmen und die FDP 8,6 Prozent. Die Grünen erreichen 4,0 Prozent. Auch mit der Erstimme und mit Anne Bressem gewinnt die SPD in Ellrich mit 26,9 Prozentpunkten. Jürgen Pohl (AfD) erreicht 23,9 Prozent, gefolgt von Manfred Grund (CDU) mit 19,3 Prozent. Sigrid Hupach von den Linken erreicht 12,7 Prozent. Patrick Kurth von den Liberalen bekommt 6,3 Prozent der Wählerstimmen und die Grünen erreichen mit Heike Möller 3,7 Prozent. Katja Staffehl (Die Partei) erreicht 3,4 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 74,6 Prozent. (fix)

21.20 Uhr: Adams gibt CDU Mitschuld am hohen Stimmanteil der AfD

Thüringens Justizminister Dirk Adams (Grüne) hat die CDU für das starke Abschneiden der AfD bei der Bundestagswahl in Thüringen mitverantwortlich gemacht. Indem sie Direktkandidaten wie Hans-Georg Maaßen aufgestellt habe, habe die CDU Positionen der AfD weiter salonfähig gemacht, sagte Adams am Sonntag in Erfurt der Deutschen Presse-Agentur. "Damit machen sie die AfD stark." Am Ende hätten viele Menschen, die solchen Position anhingen, dann allerdings offenkundig das Original statt den CDU-Bewerber gewählt. "Das muss der CDU endlich klar werden", sagte Adams.

21.17 Uhr: Manfred Grund (CDU) im Eichsfeld vorn

Nach der Auszählung von 156 von 157 Wahlbezirken hat Manfred Grund (CDU) allein im Landkreis Eichsfeld (nicht im gesamten Wahlkreis) 22.637 Stimmen auf sich vereinigen können, Jürgen Pohl (AfD) kommt auf 11.903. Auf Platz drei liegt Anne Bressem (SPD) mit 10.766 Stimmen. Bei den Zweitstimmen führt die CDU mit 18.244, gefolgt von der SPD mit 12.892 Stimmen. Die AfD als drittstärkste Kraft kommt auf 12.084 Stimmen.

21.15 Uhr: Bürgermeisterwahl in Wünschendorf

In Wünschendorf im Landkreis Greiz wird nach der Auszählung der Bundestagswahl weitergezählt. Hier stand auch der ehrenamtliche Bürgermeister zur Wahl, einziger Kandidat war Marco Geelhaar (Foto). In Wünschendorf trat laut Kreiswahlleiterin Yvonne Gensicke der einzige Fall im Wahlkreis Gera/Greiz/Altenburger Land auf, in dem eine Bundestags-Wahlurne wegen weniger als 50 Wählern zur Auszählung in ein anderes Wahllokal gebracht werden musste, in dem Fall nach Meilitz. Dies galt allerdings nicht für die Bürgermeisterwahl.

21.10 Uhr: Mario Nolte als Bürgermeister von Tastungen bestätigt

Mario Nolte im Amt bestätigt:Nicht nur zur Bundestagswahl, sondern auch zur Wahl des Bürgermeisters waren am Sonntag die Tastunger aufgerufen. 204 Wahlberechtigte hat das Dorf, 180 von ihnen traten zur Wahl des Ortschefs an die Urne. Von den abgegebenen Stimmen waren zwei ungültig. 119 konnte Amtsinhaber Mario Nolte (parteilos), der als Einzelbewerber antrat, auf sich vereinen. 59 Stimmen holte Mario Bauer (CDU). Nolte, hat das Amt des Tastunger Bürgermeisters bereits seit 12 Jahren inne. sma

21 Uhr: AfD-Kandidat Pohl setzt sich in Bleicherode durch

Ein knappes Rennen um den Sieg bei den Zweitstimmen zur Bundestagswahl gab es in Bleicherode. Hier hatte die SPD mit 26,8 Prozent der Stimmen knapp die Nase vorn vor der AfD mit 26,4 Prozent. Abgeschlagen landet die CDU mit 16,5 Prozent auf Platz drei vor der Linke mit 11,9 Prozent. Die FDP erreichte 8,1 Prozent. Bei den Erststimmen setzte sich Jürgen Pohl von der AfD mit 26,6 Prozent durch vor Anne Bressem (SPD), die 24,1 % erreichte. Dritter wurde Manfred Grund von der CDU mit 21,7 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,2 Prozent. 4523 von 8671 Wähler gaben ihre Stimme ab. hpb

20.50 Uhr: Höcke beklagt "Negativkampagne" der Medien gegen AfD

Thüringens AfD-Landesparteichef Björn Höcke hat mit Blick auf das Abschneiden seiner Partei bei der Bundestagswahl eine "Negativkampagne" der Medien beklagt. "Vor dem Hintergrund der politischen Instrumentalisierung des sogenannten Verfassungsschutzes und einer beispiellosen Negativkampagne in den Mainstreammedien ist das Abschneiden der AfD ein Ergebnis, auf das wir stolz sein können", erklärte Höcke am Sonntag nach ersten Hochrechnungen. Demnach lag die AfD bei rund 11 Prozent. Vor vier Jahren hatte die AfD bei der Bundestagswahl 2017 noch 12,6 Prozent erreicht. Höcke bekräftigte den Anspruch seiner Partei, bei der nächsten Landtagswahl in Thüringen stärkste Kraft zu werden. In Thüringen lag die AfD bei der Bundestagswahl nach Auszählung von deutlich mehr als der Hälfte der Wahlbezirke bei rund 25 Prozent - und könnte damit das beste Ergebnis im Freistaat einfahren.

20.40 Uhr: Fraktionschef Voigt: Ost-Ergebnisse für CDU schlimm

„Das Ergebnis im Osten ist für die CDU schlimm“, sagt der Thüringer CDU-Fraktionschef Mario Voigt. „Die Rechtspopulisten liegen in Mitteldeutschland vorn. Als Partei der Einheit muss das schonungslos aufgearbeitet werden.“

20.35 Uhr: Kugelschreiber als Geschenk für Wählende

Die Stadt Sondershausen nutzte die Bundestagswahl, um ihren Bürger ein kleines Geschenk zu machen. Auf Empfehlung des Bundeswahlleiters sollte es für jeden Wahlberechtigten einen eigenen Stift geben. In den Wahllokalen wurden deshalb Kugelschreiber mit dem Logo der Musik- und Bergstadt angeboten, die die Wähler nach dem Ausfüllen des Stimmzettels behalten durften.

20.33 Uhr: In Werther liegt die SPD vorn

Die SPD geht als Sieger aus der Bundestagswahl in Werther im Landkreis Nordhausen hervor. Bei den Zweitstimmen liegen die Genossen mit 28,6 Prozent der Stimmen klar vorn, vor der AfD mit 23,6 und der CDU mit 19,2 Prozent. Die Linke kommt auf 11,3, die FDP auf 7,8 Prozent. Alle anderen Parteien sind unter fünf Prozent.Bei den Erststimmen hat Anne Bressem von der SPD knapp das Rennen gemacht mit 25,6 Prozent vor Jürgen Pohl von der AfD mit 24,7 und Manfred Grund mit 22,4 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt bei guten 76,6 Prozent. 2010 von 2624 Wähler haben ihre Stimme abgegeben. (hpb)

20.32 Uhr: AfD-Wahlparty: "Wenige Ostbürger gegen Westbürger keine Chance"

Im Café Graf Zeppelin in Gera haben sich Mitglieder der AfD getroffen, um den Wahlausgang gemeinsam zu verfolgen. Kati Reinhold und Torsten Blankenburg, beide Sympathisanten der Partei, freuten sich über das bisherige Wahlergebnis in der Stadt. „In den letzten Jahren gab es keine spürbare Weiterentwicklung in Gera“, so der 55-jährige Unternehmer. Kati Reinhold, die auch selbstständig ist, meinte generell zum bundesweiten Ergebnis: „Es war zu erwarten, dass die wenigen Ostbürger gegen die Westbürger nicht ankommen.“

20.30 Uhr: Klima-Graffiti an Jenas Wahllokalen

Unbekannte Täter beschmierten in Jena in 30 Fällen Gehwege im Bereich von Schulen und Wahllokalen sowie mehrere Wahlplakate. Zu lesen waren Aufrufe zur aktuellen Klimapolitik in neongelber Farbe.

20.27 Uhr: Wählende in Zeulenroda-Triebes für ZDF befragt

Im Auftrag der Forschungsgruppe Wahlen und in Absprache mit der Stadtverwaltung hatten Tanja und Markus Machalett einen Stand vor der Zeulenrodaer Bibliothek aufgebaut. Sie baten jeden zweiten Wähler gebeten, ihre Wahlentscheidung noch einmal so wie im Wahlbüro anonym abzugeben. Das sei für die Hochrechnung des ZDF.

20.25 Uhr: SPD-Abgeordnete Kaiser: "Menschen wollen Veränderung"

„Wir sehen, dass die Menschen eine Veränderung wollen“, sagt Elisabeth Kaiser, SPD-Bundestagsabgeordnete aus Gera. Die Geschlossenheit und ein guter Kanzlerkandidat habe der SPD zum großen Erfolg verholfen. Als Regierungsoption favorisiert sie die Ampel mit SPD, Grünen und FDP. Persönlich freue sie sich, dass sie ihr Erststimmen-Ergebnis verbessert habe. „Im Wahlkampf haben mir viele Bürgerinnen und Bürger für die Arbeit in der abgelaufenen Legislaturperiode gedankt“, sagt Kaiser. Den Ostthüringer Wahlkreis wird aber wohl AfD-Kandidat Stephan Brandner gewinnen. Kaiser könnte über die Landesliste in den Bundestag einziehen.

20.15 Uhr: Ramelow: Abschneiden der Linken "nicht schön"

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat das Abschneiden seiner Partei bei der Bundestagswahl als "nicht schön" bezeichnet. Es sei für die Linken nun wichtig, dass sie überhaupt über die Fünf-Prozent-Hürde kämen, um eine Fraktion im Bundestag bilden zu können, sagte Ramelow am Sonntag bei der Wahlparty der Linken in Erfurt. Ein Grund für das schlechte Abschneiden seiner Partei sei, dass es den Linken nicht gelungen sei, sich als das soziale Gewissen Deutschlands zu präsentieren und zu zeigen, dass die Partei "Ost-Themen" in den Vordergrund stelle. Diese Themen seien aber der Markenkern der Linken gewesen und müssten das auch weiterhin sein, sagte Ramelow. Der stellvertretende Landesvorsitzende der Thüringer Linken, Steffen Dittes, sagte, das Abschneiden der Partei sei "bitter und enttäuschend". In den nächsten Wochen müssten die Gründe dafür intensiv analysiert werden.

20.12 Uhr: Hier gaben Wähler im Trausaal ihrem Favoriten das Ja-Wort

So romantisch, wie der Name des Ponitzer Wahlraums im Altenburger Land klingt, ging es am Sonntag nicht zu. Zwar war im Trausaal des Renaissanceschlosses auch ein Ja-Wort gefragt, allerdings nicht das für den geliebten Partner, sondern für den Favoriten im Rennen um ein Bundestagsmandat.

20.10 Uhr: SPD gewinnt in Urbach

In Urbach sind alle Stimmen zur Bundestagswahl ausgezählt. 61,1 Prozent der Urbacher sind den Weg an die Wahlurne gegangen. Bei den Zweitstimmen liegt die SPD mit 28,7 Prozent vorn. Mit 21,3 Prozent folgt die AfD. Die CDU kommt auf 18.2 Prozent. Die Linke bekommt 10,1 Prozent der Wählerstimmen und die FDP 9,6 Prozent. Die Grünen erreichen 3,1 Prozent. Auch mit der Erstimme und mit Anne Bressem gewinnt die SPD in Urbach mit 25,9 Prozentpunkten. Manfred Grund (CDU) erreicht 22,7 Prozent, dicht gefolgt von Jürgen Pohl (AfD) mit 22.3 Prozent. Sigrid Hupach von den Linken erreicht 11,5 Prozent. Partrick Kurth von den Liberalen bekommt 7,0 Prozent der Wählerstimmen und die Grünen erreichen mit Heike Möller 4,1 Prozent.

20.06 Uhr: SPD in Sollstedt vorn

Die SPD ist der Gewinner bei der Bundestagswahl in Sollstedt im Landkreis Nordhausen. Die Genossen erreichten bei den Zweitstimmen 29,5 Prozent der Stimmen. Zweiter wurde die AfD mit 22,9 Prozent vor der CDU mit 18,4, der Linke mit 13,4 und der FDP mit 7,5 Prozent. Alle anderen Parteien liegen unter fünf Prozent.Auch bei den Erststimmen hat Anne Bressem von der SPD das Rennen gemacht mit 27,9 Prozent vor Jürgen Pohl (AfD, 24,3), Manfred Grund (CDU, 20,3) und Sigrid Hupach (13,3 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag in Sollstedt bei 71,4 Prozent, 1686 von 2361 Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab. (hpb)

20.05 Uhr: Urnen auf Reisen im Wahlkreis 191

In drei Stimmbezirken im Wahlkreis 191 lagen weniger als 50 Stimmzettel in der Urne. Sie duften laut Bundeswahlordnung nicht allein, sondern müssen zusammen mit den Stimmen aus einem Nachbarbezirk ausgezählt werden, weil das Wahlgeheimnis sonst nicht mehr vollumfänglich gewahrt sein könnte. Kreiswahlleiter Marko Braun traf die Anordnungen, in welchen aufnehmenden Stimmbezirken die Auszählungen zu erfolgen hatten. So wurden in der Gemeinde Ilmtal-Weinstraße die Stimmen aus Nirmsdorf in Willerstedt mit ausgezählt, die Stimmen aus Weiden wurden in Buttelstedt mit ausgezählt und in Magdala wurden die Stimmen des Ortsteils Maina in Ottstedt mit ausgezählt.

20 Uhr: Jenaer Bundestagsabgeordneter muss um Einzug bangen

Der Jenaer Ralph Lenkert, bislang Bundestagsabgeordneter der Linke, muss um den Wiedereinzug ins Parlament bangen. „Wir haben nicht die beste Performance abgeliefert, weil wir uns auf Parteitagen vor allem darüber unterhalten haben, worin wir uns nicht einig sind“, sagte er am Sonntagabend. Ein weiteres Problem sei die Corona-Pandemie gewesen. Die Linke sei auf viele direkte Kontakte angewiesen, um mit den Wählern zu kommunizieren. Wegen der Pandemie seien weniger Besuche vor Ort möglich gewesen. Er liegt nach 272 von 372 ausgezählten Wahlbezirken auf Rang 4 im Wahlkreis Jena – Weimarer Land – Sömmerda. Auf der Linke-Landesliste steht Lenkert auf Platz zwei.

19.50 Uhr: Jörg Meier neuer Bürgermeister von Schöndorf

Jörg Meier (parteilos) ist als einziger Kandidat zum neuen Bürgermeister der 270 Einwohner zählenden Gemeinde Schöndorf im Saale-Orla-Kreis gewählt worden. Er konnte nach dem vorläufigen Endergebnis 161 der 172 gültigen Stimmen auf sich vereinen. Bei der so genannten Mehrheitswahl, bei der die 213 Wahlberechtigten alternativ einen Namen eines volljährigen Einwohners auf den Stimmzettel schreiben durften, erhielt Sven Samesch vier Stimmen. Drei Wähler stimmten für Uwe Philipp, zwei für Irmtraud Kellner und jeweils einer für Marten Grau und Frank Hortig. Die Neuwahl wurde notwendig, weil Amtsinhaber Hans-Jürgen Wiedner (CDU) im März im Alter von 69 Jahren verstorben ist.

19.45 Uhr: Greizer Wahllokal im Freien sorgt für frische Luft

Das hat es so in Greiz auch noch nicht gegeben. Ein Wahllokal unter freiem Himmel wurde im Innenhof des „10ariums“ in der Friedrich-Naumann-Straße errichtet. „Den Sonnenschein haben wir dazu bestellt“, sagte Wahlhelferin Antje Reismann. Das gute Wetter am Sonntag ermöglichte das Outdoor-Wahllokal, wie es von den Wahlhelfern genannt wurde.

19.30 Uhr: Andy Enterlein neuer Bürgermeister in Crispendorf

Andy Enterlein (parteilos) hat die Ortsteilbürgermeisterwahl im Schleizer Ortsteil Crispendorf deutlich gewonnen. Der 50-Jährige kam laut dem vorläufigen Endergebnis auf 201 der 259 gültigen Stimmen. Für den anderen Bewerber Lars Haase (parteilos) machten 58 Wähler ihr Kreuz. Eine Stimme war ungültig. Insgesamt gab es 314 Wahlberechtigte. Die Neuwahl wurde erforderlich, weil Ortsteilbürgermeister Marc Klethe im April an den Folgen einer schweren Krankheit im Alter von 35 Jahren verstarb.

19.25 Uhr: CDU-Direktkandidat in Gera nicht überrascht

CDU-Direktkandidat Volkmar Vogel verfolgt die Wahlergebnisse in der Kreisgeschäftsstelle in Gera. Das sagt er zu den ersten Prognosen.

19.20 Uhr: Volkmar Vogel (CDU) verliert Direktmandat offenbar an Stephan Brandner (AfD)

Nach gut einem Drittel ausgezählter Wahlbezirke im Wahlkreis Gera/Greiz/Altenburger Land deutet sich an, das Volkmar Vogel (CDU) sein Direktmandat an Stephan Brandner (AfD) verliert. Brandner liegt stand 19.20 Uhr aus mit 31,4 Prozent deutlich vor Vogel (22,1 Prozent). Auf Rang drei liegt aktuell Elisabeth Kaiser (SPD) mit 19,9 Prozent.

18 Uhr: Erste Prognose: CDU/CSU und SPD gleich auf, Linke muss zittern

SPD: 25 %

CDU/CSU: 25 %

B90/Grüne: 15 %

FDP: 11 %

AfD: 11 %

Linke: 5 %

Andere: 8 %