Corona-Krise: China schickt Schutzausrüstungen für ganz Deutschland nach Thüringen

Erfurt.  Die Lieferungen werden von Apfelstädt aus deutschlandweit verteilt. Sieben Schwerkranke gibt es derzeit in Thüringen.

In durchsichtigen Hüllen eingepackte Atemschutzmasken der Kategorie FFP3 liegen auf einem Haufen.

In durchsichtigen Hüllen eingepackte Atemschutzmasken der Kategorie FFP3 liegen auf einem Haufen.

Foto: Christian Beutler / dpa

Die Zahl der mit Corona infizierten Thüringer hat sich weiter erhöht. In 24 Stunden habe es 64 Neuinfektionen gegeben, teilte die Staatskanzlei am Sonntagnachmittag mit. Damit seien 736 Menschen infiziert gewesen. Von den 84 Erkrankten in Krankenhäusern zeigten sieben einen schweren Krankheitsverlauf. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich nicht.

Fünf Menschen starben, darunter am Freitag ein 88 Jahre alter Mann aus dem Eichsfeld. Die Zahl der genesenen Thüringer wird auf 180 geschätzt.

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Für Unmut sorgt weiter der Mangel an Schutzausrüstungen. Niedergelassene Ärzte, Psychotherapeuten und Physiotherapeuten beklagen, dass zugesagte Lieferungen nur spärlich ankommen. Die Versorgung mit zusätzlicher Schutzausrüstung sei aber angelaufen, informierte die Landesregierung. In Thüringen werde der Logistiker Fiege in Apfelstädt zum zentralen Umschlagplatz für die bundesweite Verteilung von PSA-Lieferungen (Persönliche Schutzausrüstung) aus China, teilte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) gestern mit.

Ausrüstungen kämen von Shanghai über Frankfurt nach Apfelstädt, wo sie an die Empfänger weitergegeben würden. Vom Abflug in Shanghai bis zur Auslieferung vergehen etwa 24 Stunden. Der Frankfurter Zoll fertige zügig ab. Größere Mengen liefere Fiege aus, kleinere das Netzwerk des Kurierdienstes UPS.