Dickes Plus für Landgemeinde Ilmtal-Weinstraße

Liebstedt (Weimarer Land). Man muss, so staunte Jürgen Rammelt, der Beauftragte der Landgemeinde, sich diese Summen erst einmal vergegenwärtigen. War früher von 80.000 Euro die Rede, so spricht man heute von 800.000 Euro. Aber das ist nicht der Inflation geschuldet, sondern der Bildung der Landgemeinde.

Für den Wiederaufbau der teilweise eingestürzten Wasserburg in Niederroßla werden über 300.000 Euro veranschlagt. Foto: TLZ

Für den Wiederaufbau der teilweise eingestürzten Wasserburg in Niederroßla werden über 300.000 Euro veranschlagt. Foto: TLZ

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Im Vorbericht zum Haushaltsplan der Gemeinde Ilmtal-Weinstraße, den die Ratsversammlung am Montagabend in Liebstedt verabschiedete, fasste er den finanziellen Segen noch einmal zusammen: Aus der Berechnung der Schlüsselzuweisungen ergibt sich ein Plus von 142.390 Euro (30,70 je Einwohner).

Das Gesetz mit dem Namen Kommunalhaushaltssicherungsprogrammgesetz" für besonders vom demografischen Wandel betroffene Gemeinden beschert noch einmal 103.785 Euro.

Und schließlich spare man durch die neue Struktur Aufwandsentschädigungen in Höhe von 60.000 Euro. Und dabei sind die Kosten für den Übergangsgemeinderat mit seinen derzeit 66 Mitgliedern bereits "eingepreist".

Einnahmeseitig plant die Gemeinde für das laufende Jahr 5,99 Millionen Euro ein. Das meiste davon sind Zuwendungen und Umlagen, die sich auf 3,2 Millionen Euro summieren. An zweiter Stelle stehen Steuern und ähnliche Erträge (2 Millionen). Hier werden 80.460 Euro mehr erwartet, die sich durch Angleichung der Hebesätze in den einzelnen Ortschaften der Gemeinde ergeben.

Ausgabenseitig sind 5,97 Millionen Euro vorgesehen, wobei allein 1,04 Millionen für Personalkosten aufgewendet werden müssen. Sach- und Dienstleistungen sowie Abschreibungen schlagen ebenfalls mit knapp einer Million Euro zu Buche. Kreis- und Schulumlage sowie Zuweisungen an die freien Träger für die Kindereinrichtungen machen in dieser Rechnung ein Übriges aus.

Im Jahr 2014 wird ein Überschuss von knapp 21.000 Euro veranschlagt. Durch den Ergebnisvortrag aus den Vorjahren ergibt sich ein Gesamtüberschuss von 805.543 Euro, so Rammelt. Beim Finanzhaushalt indes ergibt sich ein Zuschussbedarf, vor allen Dingen durch die Kredittilgung. Das rechnerische Minus von 259.850 Euro wird aus den flüssigen Mitteln der Gemeinde entnommen.

Investieren will die Gemeinde in diesem Jahr für 1,42 Millionen Euro. Größter Brocken dabei sind der Anbau und die Erweiterung der Kindertagesstätte in Ulrichshalben (589.000 Euro) sowie der Wiederaufbau der teileingestürzten Wasserburg Niederroßla (312.300 Euro).

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