E-Bike-Stationen geplant: Allianz Thüringer Becken startet erstes Projekt

Straußfurt  Vier Mitgliedskommunen der Allianz Thüringer Becken verabschieden den Haushalt für 2016 und wollen Förderanträge für vier E-Bike-Stationen stellen.

Seit September gibt es eine Ladestelle für Autos am Sömmerdaer Busbahnhof. Foto: Peter Hansen

Seit September gibt es eine Ladestelle für Autos am Sömmerdaer Busbahnhof. Foto: Peter Hansen

Foto: zgt

Die im November vergangenen Jahres gegründete Allianz Thüringer Becken nimmt Fahrt auf.

Zur Verbandsversammlung am Mittwoch im Sitzungssaal der Verwaltungsgemeinschaft Straußfurt ebneten die Mitgliedskommunen Buttstädt, Sömmerda und Straußfurt den Weg für das erste gemeinsame Projekt. Zur Allianz gehört auch Kindelbrück. Bürgermeister Roman Zachar nahm an der Versammlung nicht teil. Beantragen wird die Allianz Fördermittel, um in allen vier Kommunen E-Bike-Stationen zu errichten. Die Kosten würden pro Station mit 10 000 Euro zu Buche schlagen. Auch die Thüringer Aufbaubank fördere derartige Vorhaben, erklärte Sömmerdas Bürgermeister Ralf Hauboldt. Aufgestellt werden sollen die Stationen an zentralen Punkten. Um die technische Umsetzung soll sich eine Arbeitsgruppe kümmern, die noch gegründet werden muss, hieß es. Läuft alles nach Plan, dann sollen die Stationen 2017 in Betrieb gehen, blickt Hauboldt voraus.

Gute Nachrichten gab es zur Versammlung auch in Sachen Radwegebau. Ein Wunsch der Allianz ist es, Lücken im gemeinsamen Radwegenetz zu schließen. Wie Hauboldt erklärt, gebe es bereits fahrbahnbegleitend einen Radweg von Sömmerda nach Straußfurt. In Wundersleben allerdings fehle ein Stück Radweg. Ideen gebe es ebenso für einen fahrbahnbegleitenden Radweg von Buttstädt nach Sömmerda. Um die Ideen in die Tat umsetzen zu können, hat die Allianz die Fühler zum Bundeswettbewerb Klimaschutz im Radverkehr im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit ausgestreckt. Wie Dr. Frank Burlein von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft informiert, gab es diese Woche Antwort. „Der Förderaufruf ist auf sehr positive Resonanz gestoßen“, berichtete der Allianz-Berater. Fließen die Fördermittel, dann sollen bis 2019 insgesamt 4,1 Millionen Euro den Ausbau des Radwegenetzes ermöglichen. Gerechnet wird mit einer Zuwendung des Bundes in Höhe von 2,8 Millionen Euro. 1,2 Millionen Euro müssen über die Investitionsumlage der Kommunen aufgebracht werden.

Verabschiedet hat die Allianz auch ihren Haushalt für 2016. Demnach steht dem Zweckverband ein Gesamtvolumen von 100 000 Euro zur Verfügung. Die Allianz finanziert sich über die Umlage. In diesem Jahr sagte der Freistaat Fördermittel in Höhe von 145 000 Euro unter anderem für Management, die Geschäftsstelle und die Erarbeitung weiterer Konzepte zu.

Den Bescheid wird Ministerin Keller am 13. September um 16.45 Uhr im Volkshaus in Sömmerda übergeben. Eingeladen werden dazu alle Teilnehmer der Zukunftswerkstätten 2030 vom Anfang des Jahres.