Eichsfelder Ostermarsch startete in Wehnde

Für mehr Frieden und Gerechtigkeit, aber auch gegen die atomare Aufrüstung in der Welt demonstrierten heute mehr als 40 Aktivisten beim Eichsfelder Ostermarsch zum Westöstlichen Tor. Dabei erinnerten sie an die Anfänge der Bewegung vor 50 Jahren sowie die Deutsche Einheit vor 20 Jahren.

Mit der Friedensfahne zogen die Aktivisten gestern zum Westöstlichen Tor. Foto: Stefanie Rödiger

Mit der Friedensfahne zogen die Aktivisten gestern zum Westöstlichen Tor. Foto: Stefanie Rödiger

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Wehnde. Als sich 1960 in der Nähe von Hamburg die ersten Aktivisten zu einem Ostermarsch zusammenfanden, war dies für viele Deutsche eine ganze neue Erscheinung. Heute ist die Bewegung, die auf britische Atomwaffengegner in den 1950er Jahren zurückgeht, eine fest etablierte Veranstaltung in der Bundesrepublik. Jährlich demonstrieren zahlreiche Aktivisten für mehr Frieden und Gerechtigkeit in der Welt. Neben den 70 bundesweiten Aktionen lud heute die Eichsfelder Bürgerinitiative für Frieden, Gerechtigkeit und Demokratie zum traditionellen Ostermarsch an der ehemaligen innerdeutschen Grenze ein. Zeitgleich begann der Marsch der Aktivisten in Duderstadt und Wehnde.

Am gemeinsamen Treffpunkt, dem symbolträchtigen Westöstlichen Tor, fand die abschließende Kundgebung statt. Die zentralen Themen des diesjährigen Marsches waren die Beendigung des Afghanistan-Krieges sowie die Abschaffung der Atomwaffen. Dazu hatte Organisator Andreas Steinert von der Bürgerinitiative drei Redebeiträge zu verschiedenen Themen vorbereitet. Zuerst berichtete er selbst vom Beginn der Ostermärsche in Deutschland vor genau 50 Jahren. In einem kurzen historischen Abriss zeigte er die Ziele und Ideen auf, die von Beginn an hinter der Initiative standen.

Als zweites ergriff Lothar Wand aus Brehme das Wort und erinnerte an das diesjährige Jubiläum "20 Jahre Deutsche Einheit". Mit einem Foto der ehemaligen Grenzanlagen verdeutlichte er die Symbolhaftigkeit des jährlichen Versammlungsortes. Schließlich gab die Afghanin Rahima Valena einen Situationsbericht aus ihrem Heimatland. Zwar lebt sie schon viele Jahre in Deutschland, aber sie interessiert sich noch immer für die Lage in ihrem Heimatland. Detailliert berichtete sie von der mangelnden Bildung, der kaum vorhandenen Infrastruktur und den Drogenproblemen in dem von Armut und Krieg gebeutelten Land.

In einer historischen Zusammenfassung versuchte sie den Teilnehmern die Situation Afghanistans als Spielball der verschiedenen Großmächte im Laufe der Jahrhunderte deutlich zu machen. Zum Abschluss der Kundgebung pflanzten alle Teilnehmer gemeinsam einen Apfelbaum und beendeten bei Kaffee und Kuchen den diesjährigen Ostermarsch. "Neben den politischen Themen steht für uns das gemütliche Beisammensein beim Osterspaziergang ebenso im Vordergrund", erläuterte Andreas Steinert schmunzelnd.

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