Flüchtlings-Protestmarsch hat sein Ziel Berlin erreicht

Der Flüchtlings-Protestmarsch durch Deutschland hat nach mehr als 500 Kilometern zu Fuß sein Ziel Berlin erreicht. Rund 50 Menschen aus verschiedenen Ländern, darunter dem Iran, Afghanistan und Ghana, überquerten am Freitag die frühere innerdeutsche Grenze an der Glienicker Brücke zwischen Potsdam und Berlin.

Mit dem Flüchtlings-Protestmarsch wollen die mittlerweile fast 70 Asylbewerbern gegen die strengen Asylauflagen wie die sogenannte Residenzpflicht protestieren und auf die Lebensbedingungen von Fluechtlingen in Deutschland aufmerksam machen. Foto: dapd

Mit dem Flüchtlings-Protestmarsch wollen die mittlerweile fast 70 Asylbewerbern gegen die strengen Asylauflagen wie die sogenannte Residenzpflicht protestieren und auf die Lebensbedingungen von Fluechtlingen in Deutschland aufmerksam machen. Foto: dapd

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Potsdam/Berlin. Die Flüchtlinge wurden von rund 200 Unterstützern begleitet. Mit dem knapp vierwöchigen Fußmarsch durch sechs Bundesländer wollen die Asylbewerber gegen Einschränkungen wie die Residenzpflicht, Arbeitsverbote, das Asylbewerberleistungsgesetz und die Unterbringung in Wohnheimen und lagerähnlichen Einrichtungen protestieren.

Der am 8. September in Würzburg gestartete Protestmarsch wurde mit einer Bustour begleitet, die zum Teil durch andere Bundesländer führte.

In Würzburg hatten Flüchtlinge in den zurückliegenden Monaten bereits mehrfach unter anderem mit Hungerstreiks und zugenähten Lippen gegen ihre Lebensbedingungen protestiert. Der Protestmarsch führte von Bayern aus durch Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg nach Berlin.

Die letzte Etappe der mehrwöchigen Demonstration für bessere Lebensbedingungen führt am Samstag in Berlin von Dahlem im Südwesten nach Kreuzberg. Dort sind in der kommenden Woche weitere Veranstaltungen geplant. Die Proteste sollen am 13. Oktober mit einer Flüchtlingsdemonstration zum Bundestag vorerst enden.

Zahlreiche Flüchtlingsorganisationen wie Pro Asyl und die Flüchtlingsräte von Berlin und Brandenburg unterstützen die Proteste. Auch Vertreter der Stadt Potsdam hatten zur Unterstützung und zur Begleitung des Protestmarsches zur Glienicker Brücke aufgerufen.

Die Flüchtlinge wollen am Samstag gegen 18 Uhr ihr Ziel am Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg erreichen. Am 13. Oktober ist von dort eine Demonstration zum Bundestag geplant, die um 15 Uhr starten soll.

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