Flüchtlingspolitik: Positives Votum aus Erfurt für Initiative zur Seenotrettung

Erfurt  Erfurt schließt sich als zweite Stadt in Thüringen der Initiative zur Seenotrettung der Thüringer Beauftragten für Integration, Migration und Flüchtlinge an.

Flüchtlinge treiben auf einem Schlauchboot im Mittelmeer.

Flüchtlinge treiben auf einem Schlauchboot im Mittelmeer.

Foto: Javier Fergo/dpa

Der Erfurter Stadtrat hat sich mehrheitlich der Initiative zur Seenotrettung der Thüringer Beauftragten für Integration, Migration und Flüchtlinge, Mirjam Kruppa, angeschlossen und Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) empfohlen, sich einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) anzuschließen. Kruppa begrüßte diesen Entschluss des Stadtparlamentes, der auf Antrag von Linke und Grünen zustande gekommen ist.

„Es darf nicht sein, dass in Seenot geratenen Menschen nicht geholfen wird, nur weil sich die europäischen Länder über Zuständigkeiten und Verfahrenswege streiten“, betonte Kruppa. Damit würden sonst alle europäischen Grundwerte über Bord geworfen. Deshalb hatte die Beauftragte Anfang August dieses Jahres alle Thüringer Städte- und Gemeindevertreterinnen und -vertreter eingeladen, sich mit ihr gemeinsam in einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin zu wenden. In dem Schreiben fordert sie die Bundesregierung auf, sich auf europäischer Ebene für Seenotrettung und eine humanitäre und solidarische Flüchtlingspolitik einzusetzen.

Erfurt ist nach Mühlhausen die zweite Stadt, die sich dem Anliegen anschließt.

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