Friedliche Demo? Innenministerium prüft Polizei-Einsatz vom 1. Mai in Erfurt

Erfurt  Der 1. Mai sei in Erfurt friedlich verlaufen, resümierte nach mehreren Demonstrationen und einem großen Konzert am Landtag die Polizei. Inzwischen ist klar, dieser Tag hat ein juristisches und politisches Nachspiel.

In der Erfurter Viktor-Scheffel-Straße steckten bis zu 1500 Demonstranten für etwa anderthalb Stunden nach einem Stopp fest. Mindestens ein Auto soll beschädigt worden sein. Mangels Toiletten seien Vorgärten genutzt worden.

In der Erfurter Viktor-Scheffel-Straße steckten bis zu 1500 Demonstranten für etwa anderthalb Stunden nach einem Stopp fest. Mindestens ein Auto soll beschädigt worden sein. Mangels Toiletten seien Vorgärten genutzt worden.

Foto: Kai Mudra

Am Donnerstag informiert das Innenministerium den Innenausschuss des Landtags über den Polizei-Einsatz und das Demonstrationsgeschehen. Hauptstreitpunkt ist der Zwangsstopp eines Demonstrationszugs in der Viktor-Scheffel-Straße kurz vor dem Landtag. Etwa 1500 Menschen steckten in der engen, mit Autos zugeparkten Straße zwischen Vorgärten und mehrstöckigen Wohnhäusern knapp anderthalb Stunden lang fest. Die von der Linken-Abgeordneten Katharina König-Preuss angemeldete Demonstration wollte zu einer gemeinsamen Kundgebung mit dem DGB vereinen.

Wegen des Stopps verpassten sie die Kundgebung mit Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke). Die Erfurter Ordnungsbehörde und die Polizei hatten entschieden, den 800 Anhängern der AfD den Vorzug einzuräumen. Die gut 1500 Demonstranten mussten warten.

Abgeordnete will gegen den Einsatz klagen