Gemeinderat vergab Aufträge für die Wasserburg Niederroßla

Pfiffelbach (Weimarer Land). Mit der Vergabe von gleich fünf Bauaufträgen hat der Gemeinderat Ilmtal-Weinstraße bei seiner Sitzung am Montagabend grünes Licht gegeben für den letzten Abschnitt zur Sanierung der Wasserburg Niederroßla.

Die letzten Aufträge zur Sanierung der Wasserburg Niederroßla wurden ausgelöst. Foto: Peter Hansen

Die letzten Aufträge zur Sanierung der Wasserburg Niederroßla wurden ausgelöst. Foto: Peter Hansen

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Damit, so begründete der Leiter des Bau- und Ordnungsamtes, Ronny Funk, kann das provisorische Dach der 2008 teilweise eingestürzten Burg in ein dauerhaftes gewandelt werden. Ohnehin hatte das von der Bauaufsicht genehmigte Provisorium nur bis 2013 Bestand.

Dieter Müller vom Bad Berkaer Architekturbüro "Müller & Lehmann" verteidigte vor dem Gemeinderat die Vergabe-Empfehlungen. Diese liegen in Summe rund zehn Prozent über den Kostenschätzungen. Teilweise lagen nur zwei Angebote vor, weil sich, so Müller, kleine Handwerksbetriebe kaum noch an Ausschreibungen beteiligen.

Nach seinem Vortrag musste Müller schärfste Kritik einstecken. Für Dritte seien seine Vergabevorschläge nur schwer nachzuvollziehen, meinte Gemeinderat Uwe Weiß (Freie Wähler). So seien die Prüfhandlungen sowohl des Architekturbüros als auch der Gemeinde nicht ausreichend dokumentiert. Der Hinweis, dass ein Unternehmen Referenzen habe, reiche eben nicht aus - man wolle auch wissen, ob diese geprüft wurden, um nur ein Beispiel zu nennen. Gerade dort, wo Fördermittel im Spiel sind, könne man nicht vorsichtig genug sein, so Weiß, der ausreichend berufliche Erfahrungen für sein Urteil ins Feld führte.

Schließlich beschloss der Gemeinderat auch in einem der Fälle gegen die Vergabeempfehlung: Hier hatte das Unternehmen einen bedingten Preisnachlass angeboten - für den Fall, dass es für zwei Lose den Zuschlag erhalte. Müller führte zum Beispiel den Wegfall einer zweiten Baustelleneinrichtung ins Feld. Dem konnten die Räte nicht folgen, da das zweite Angebot nicht das günstigste war.

Schließlich wurde die Weimarer Firma "Preuße & Rätsche" mit den Baumeisterarbeiten im Volumen von 37.353 Euro beauftragt. Pampel Holzbau aus Zwickau darf für 46.507 Euro Zimmererarbeiten ausführen. Das Gerüst stellt die Rositzer Firma Scheffel, wofür 8345 Euro veranschlagt wurden.

Das Berlstedter Bauunternehmen Pfeifer darf für 38"688 Euro das Dach decken. Und der Auftrag über die Tischlerarbeiten, der ein Volumen von 15.830 Euro hat, bleibt sogar in der Gemeinde - hier erhielt die Firma Iweba Bauelemente aus Oßmannstedt den Zuschlag des Gemeinderates.

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