Gewerkschaft will moderneren Körperschutz für Polizisten in Thüringen

Erfurt  Beim letzten Rechtsrock-Konzert in Themar waren Polizisten aus vielen Bundesländern im Einsatz. Dabei hat sich gezeigt, dass die Beamten recht unterschiedlich ausgerüstet sind – und dass manch Thüringer Polizist noch mit recht alter Montur unterwegs ist.

Symbolbild.

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Foto: Sebastian Haak/dpa

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Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert eine modernere Ausstattung von Teilen der Thüringer Bereitschaftspolizei.

Der Körperschutz, den die Beamten der sogenannten Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) tragen, sei zwischen 2006 und 2009 angeschafft worden, sagte der GdP-Landesvorsitzende Kai Christ der Deutschen Presse-Agentur. Damit sei das entsprechende Material inzwischen mindestens zehn Jahre alt und gehöre ausgetauscht.

Der heutige Schutz für Brust, Arme und Beine sowie die jetzt verfügbaren Helme seien leichter und fester als das alte Material. „Das hilft auch, die Belastungen der Beamten zu reduzieren, die diesen Schutz tragen.“

Körperschutz sollte regelmäßig ausgetauscht werden

Die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit der Thüringer Bereitschaftspolizei kommt dann zum Einsatz, wenn mit besonders gewalttätigen Gruppen von Menschen gerechnet wird. Die Beamten nehmen dann auch mutmaßliche Täter fest – etwa aus der der Mitte einer aggressiven Demonstration heraus.

Während des jüngsten Rechtsrock-Konzerts im Juli im südthüringischen Themar waren Polizisten aus mehreren deutschen Bundesländern im Einsatz. Dabei sei aufgefallen, wie unterschiedlich die Beamten je nach Herkunftsland ausgerüstet waren. Trotzdem hätten die Thüringer Polizisten keine „Neiddebatten“ mit Blick auf ihre Kollegen aus anderen Bundesländern geführt, betonte Christ. Im Wesentlichen sei die Thüringer Polizei so ausgestattet wie auch die Polizeien der anderen Bundesländer.

Viel Lob für Polizei nach dem vergangenen Einsatz in Themar

Der Körperschutz der Polizeieinheiten in Thüringen müsse allerdings grundsätzlich häufiger ausgestaucht werden als bislang, verlangte der Gewerkschaftschef. Das Material müsse alle fünf bis sechs Jahre erneuert werden. Das gelte für die Schutzausstattung der Bereitschaftspolizei ebenso wie für die Schutzausstattung anderer Einheiten. Es dürfe da keine Unterschiede geben.

Grundsätzlich wertete Christ den Polizeieinsatz während des Rechtsrock-Konzerts als Erfolg. Dass die Beamten für ihr konsequentes Vorgehen unter anderem in den sozialen Netzwerken viel Anerkennung erfahren hatten, habe ihnen auch gut getan.

Schon am ersten Abend des Rechtsrock-Konzerts hatte die Polizei den Auftritt von zwei Szene-Bands abgebrochen, die verbotene Lieder gespielt haben sollen. Am zweiten Konzerttag hatten die Polizisten auf dem Festivalgelände der Rechtsextremen zahlreiche Fässer Alkohol beschlagnahmt, weil an diesem Tag dort ein komplettes Alkoholverbot galt.

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