Größte Flächengemeinde im Kreis steht vor vielen Aufgaben

Gerstungen  In Gerstungen konstituiert sich Gemeinderat, dem nun auch Mitglieder aus Marksuhl und Wolfsburg-Unkeroda angehören.

Am 16. August hat sich in Gerstungen der Übergangsgemeinderat konstituiert. Seit 6. Juli gehören zur Einheitsgemeinde Gerstungen nun auch Marksuhl mitsamt seinen Ortsteilen sowie Wolfsburg-Unkeroda. Bürgermeisterin Sylvia Hartung (parteilos) vereidigte per Handschlag die neuen Gemeinderäte.

Am 16. August hat sich in Gerstungen der Übergangsgemeinderat konstituiert. Seit 6. Juli gehören zur Einheitsgemeinde Gerstungen nun auch Marksuhl mitsamt seinen Ortsteilen sowie Wolfsburg-Unkeroda. Bürgermeisterin Sylvia Hartung (parteilos) vereidigte per Handschlag die neuen Gemeinderäte.

Foto: Katja Schmidberger

Erstmals hat am Donnerstag der Gemeinderat in Gerstungen im neu eröffneten Saal im „Rautenkranz“ getagt. Mehr Platz wird benötigt, da übergangsweise 32 Ratsmitglieder aus Gerstungen und zusätzlich aus Marksuhl und Wolfsburg-Unkeroda über die Geschicke der nun größten Flächengemeinde des Wartburgkreises entscheiden. 150 Quadratkilometer groß ist das Gebiet, seit 6. Juli sind die Gemeinden Marksuhl und Wolfsburg-Unkeroda in die Einheitsgemeinde Gerstungen eingegliedert.

Rund 9500 Einwohner hat das neue Gebilde. „Wir sind jetzt die stärkste Kraft in Westthüringen“, sagt Bürgermeisterin Sylvia Hartung (parteilos).

Vieles müsse neu geregelt werden, kündigte Hartung in der konstituierenden Sitzung am Donnerstagabend an, nachdem sie neuen Ratsmitglieder per Handschlag vereidigt hatte. Da geht es um Ausschussbildung ebenso wie um Fragen des Ortsrechtes. Eine Frage ist: Welcher Ort wird künftig noch einen Ortschaftsrat und einen Ortsteilbürgermeister haben?

Und natürlich müssen sich die neuen Vertreter kennenlernen. So lud Sylvia Hartung am Donnerstag zunächst zur Vorstellungsrunde, aus der ersichtlich wurde, dass aus allen Orten derzeit jemand in dem Gremium vertreten ist. Die Bürgermeisterin schränkte dies jedoch gleich ein. Es handele sich um einen Übergangsgemeinderat, der vermutlich im Mai 2019 neu zu wählende Rat werde dann nur noch aus 24 Mitgliedern bestehen. Damit sei auch klar, dass nicht aus jedem Ort jemand vertreten sein werde.

Bis zur Sitzung am 30. August sollen sich die Fraktionen darauf verständigen, ob sie neue Fraktionen bilden wollen oder es vorerst bei der jetzigen Fraktionsbildung bleibt. Danach könne die Verwaltung errechnen, welche Fraktion wie viele Sitze in den vier Ausschüssen erhält. Es gibt den Hauptausschuss, den Bau-, den Werk- und den Kultusausschuss.

Harry Weghenkel (LAD) regte an, für eine gewisse Zeit einen Redaktionsausschuss aus Mitgliedern aus Gerstungen, Marksuhl und Wolfsburg-Unkeroda zu gründen, der Änderungen um Hauptsatzung und Geschäftsordnung diskutieren könnte. Hartung nahm die Anregung positiv auf. Es drängen einige Aufgaben. Da geht es um die Vergütungen der Ortsteilbürgermeister, ebenso sind die Schaukästen anzupassen, damit sie rechtssichere Bekanntmachungen gewährleisten. Hartung sagte, dass sie bis zur Neuwahl des Rates die Sitzungen leiten werde. In Marksuhl gab es zuletzt einen Gemeinderatsvorsitzenden. Wie das in Zukunft gehandhabt werden kann, darüber könne dann der neue Gemeinderat entscheiden, so Hartung.

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