Grüne wollen Juri-Gagarin-Ring in Erfurt einspurig machen

Erfurt. Die Erfurter Spitzenkandidaten der Grünen trafen sich mit Katrin Göring-Eckardt und stellten Auszüge ihres Programmes vor. Dazu gehört unter anderem der Rückbau von Straßen.

Alexander Thumfart, Katrin Göring-Eckardt und Katrin Gabor (von links) im Gespräch. Foto: H. Wetzel

Alexander Thumfart, Katrin Göring-Eckardt und Katrin Gabor (von links) im Gespräch. Foto: H. Wetzel

Foto: zgt

Radwege zur Uni und durch den Bahnhofstunnel, mehr Sozialarbeiter in Nord und Südost, mehr Bürgerbeteiligung sowie der Ausbau der Fotovoltaik auf Dächern sind zentrale Punkte des Kommunalwahlprogramms der Grünen. In einem Treffen mit der Grünen-Fraktions-Chefin im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, stellten die Spitzenkandidaten Katrin Gabor und Alexander Thumfart am Freitag Auszüge des Programms vor und zeigten auch einen Weg der Finanzierung auf: den Rückbau von Straßen.

"Die Straßenerhaltung verschlingt Unmengen an Geld", sagte Thumfart. "Also müssen wir einige Straßen zurückbauen." Als konkrete Beispiele nannte er den Juri-Gagarin-Ring und die Clara-Zetkin-Straße, die nach den Vorstellungen der Grünen in Zukunft auch einspurig funktionieren könnten.

Das Treffen fand vor der Defensionskaserne statt, für deren Nutzung als "Kulturquartier" sich die Grünen intensiv eingesetzt hatten. Diese Idee sei nach der Stadtrats-Entscheidung gescheitert, sagte Göring-Eckardt. "Aber ich freue mich, dass der Verein weitermacht", sagte sie.

Thumfart, selbst im Vorstand des Kulturquartier-Vereins, kündigte die Suche nach einem anderen Gebäude an und nannte als Beispiel das Schauspielhaus. Zugleich würden die Grünen das im Stadtrat knapp erfolgreiche Kasernen-Projekt von Parität und Landesmedienanstalt kritisch beobachten. "Auf keinen Fall darf die Stadt durch die Hintertür draufzahlen, etwa bei der Tiefgarage", sagte er.

Der aktuelle Fraktions-Chef lobte die Zusammenarbeit mit SPD und Linken im Stadtrat. Sie solle fortgesetzt werden, sagte Thumfart - mit einem Unterschied: "Diese gute Kooperation braucht mehr Grün", sagte er.

Das komplette Wahlprogramm wollen die Grünen kommende Woche vorstellen.

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