Grünes Licht für Mitfahrbänke

Rennsteigregion  Der Kreis investiert bis Frühjahr knapp 20.000 Euro, um Mobilität in der Komet-Region rund um den Rennsteig zu verbessern.

Auch in Großbreitenbach werden Mitfahrbänke aufgestellt. Zwei davon sollen im Bereich des Marktes stehen.

Auch in Großbreitenbach werden Mitfahrbänke aufgestellt. Zwei davon sollen im Bereich des Marktes stehen.

Foto: Ralf Ehrlich

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Gleich mehrere neue Mobilitätsangebote sollen in den kommenden Monaten in der Komet-Region, zu der Großbreitenbach, Altenfeld, Böhlen, Gillersdorf, Herschdorf, Friedersdorf, Wildenspring und Neustadt gehören, geschaffen werden. Das kündigte jetzt Landrätin Petra Enders (Die Linke) an. Ziel ist es, den ländlichen Raum attraktiver zu gestalten, um dort die Abwanderung der Bevölkerung zu stoppen.

Gemeinsam mit den Bürgern und Politikern der Gemeinden wurden ganz verschiedene Ansatzpunkte diskutiert. Ein Teil von ihnen geht nun in die Umsetzung.

Unter anderem wurde ein Förderantrag für das Anschaffen von Pedelecs, also Elektrofahrrädern, gestellt. Geplant ist, im Frühjahr den Auftrag zur Beschaffung von 23 dieser Räder auszuschreiben. Mitarbeiter der Verwaltungen und Bürger sollen die Pedelecs ebenso nutzen können wie Touristen. Mountainbikes werden ebenso gekauft wie Lasten- und Trekkingräder. Insgesamt sollen 50.000 Euro investiert werden.

Ein zweiter Fördermittelbescheid wurde bereits bewilligt. In der Region können 31 so genannte Mitfahrbänke aufgestellt werden. Sie sollen ein einheitliches Erscheinungsbild bekommen: Edelstahlrahmen, Sitzfläche aus Eichenholz und ein Richtungsanzeiger. Fährt gerade kein Bus, können Interessierte anzeigen, wo sie hin möchten. Autofahrer können dann stoppen und sie mitnehmen.

„Eine Konkurrenz zum öffentlichen Personennahverkehr soll das nicht sein“, sagt Petra Enders. Vielmehr seien die Mitfahrbänke eine Ergänzung zum Busangebot.

Großbreitenbach erhält acht der Bänke, Neustadt sechs, Herschdorf vier, Altenfeld und Böhlen drei, Gillersdorf zwei und Friedersdorf und Wildenspring je eine Bank. Insgesamt sollen knapp 20.000 Euro investiert werden. In Betrieb genommen werden die Mitfahrbänke im Frühjahr.

Die bestehenden Busfahrpläne werden nicht ausgedünnt, versicherte zudem Petra Enders. Überlegt wird aber, ob der Kreis eine digitale Plattform entwickelt, über die Verabredungen zur Mitnahme an einer Mitfahrbank getroffen werden können, beschreibt die Landrätin.

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