Heiße Phase für Ortsumgehungen entlang der B 247 beginnt

Landkreis  Der Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums informierte in Großengottern über die Zeitpläne. Die Ausschreibung der Projekte soll Anfang 2018 erfolgen. Baubeginn ist für 2019 vorgesehen.

Staatssekretär Rainer Bomba (Mitte) informierte in Großengottern zum Bau der Umgehungsstraßen. Eingeladen hatten die Bundestagsabgeordneten Christian Hirte (links) und Manfred Grund.

Staatssekretär Rainer Bomba (Mitte) informierte in Großengottern zum Bau der Umgehungsstraßen. Eingeladen hatten die Bundestagsabgeordneten Christian Hirte (links) und Manfred Grund.

Foto: Daniel Volkmann

Spatenstich für den Bau der Ortsumgehungen entlang der B 247 soll 2019 sein. Darüber informierten Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, und die Bundestagsabgeordneten Christian Hirte und Manfred Grund (beide CDU) auf einer Versammlung in Großengottern am Donnerstag. Konkret ging es dabei um die Ortsumgehungen Großengottern, Höngeda, Mühlhausen und Kalmerode.

Die Arbeiten sollen im Eichsfeld beginnen, im Unstrut-Hainich-Kreis soll ab dem zweiten Quartal 2020, eventuell früher, gebaut werden.

Diese Ankündigungsveranstaltung lag auch für einige anwesende Bürger verdächtig nahe an der Bundestagswahl. Ein Vertreter der Bürgerinitiative Höngeda fragte den Staatssekretär nach Zusicherungen: „Nach jeder Wahl haben wir das Gefühl, dass die Pläne wieder auf Null gestellt werden. Wieso sollte es diesmal soweit sein?“

Rainer Bomba sagte: „Sie haben hier einen Staatssekretär vor sich sitzen. Ich bin der Vertreter des Bundesverkehrsministers, ich habe Geld, Personal und Macht. Alles, was ich Ihnen sage, wird umgesetzt. Die Bundesregierung steht dahinter, der Bundesverkehrswegeplan und die Finanzierung sind Gesetz.“

Vor wenigen Tagen sei das gesamte Projekt zwischen der Anschlussstelle A38 im Norden und der A71 im Südwesten – also die vorgesehen Bauarbeiten an den Bundesstraßen B 247 und B 176 – europaweit bekanntgemacht worden. „Das ist gewissermaßen die Ankündigung für potenzielle Interessenten. Anfang 2018 folgt dann die europaweite Ausschreibung“, erklärte Christian Hirte. Damit möglichst bald gebaut werden kann, würden so genannte Funktionsteilverträge mit den Bau- und Betreiberfirmen der späteren Trassen abgeschlossen. Das bedeutet, dass an mehreren Teilabschnitten parallel gebaut werden soll. Damit soll vermieden werden, dass beispielsweise die Einwohner von Großengottern erst darauf warten müssen, dass die Planungen für die Ortsumgehung Gräfentonna fertig sind. Auf konkrete Zeitpläne angesprochen, wollte sich Rainer Bomba nicht festlegen. Es gäbe zwar Vorstellungen, die seien aber abhängig vom eingesetzten Baupersonal und dem jeweiligen Bauabschnitt. So werde die nur etwa zwölf Kilometer lange Umfahrung von Kalmerode im Eichsfeld nach bisherigem Stand wohl schon im zweiten Quartal 2021 fertig sein, während die insgesamt 25 Kilometer für die Umgehungen im Unstrut-Hainich-Kreis wohl bis Anfang 2023 brauchen werden. „Wir geben uns alle Mühe, so schnell wie möglich fertig zu werden“, so Rainer Bomba.

Der Staatssekretär sagte Landrat Harald Zanker (SPD) und Großengotterns Bürgermeister Thomas Karnofka (Freie Wähler) ebenfalls zu, eine teilweise Instandsetzung der B 247 zwischen Großengottern und Höngeda zu prüfen, um das Unfallrisiko zu mindern. Aquaplaning sei bei Regen Dauerzustand, Fahrzeuge könnten kaum die Spur halten, beschrieb der Landrat die Situation. Hinzu kämen die knappen Abmessungen.

Eine Verbreiterung der Strecke sei zwar nicht möglich, aber eine Instandsetzung und Ausbesserung der Randstreifen sollte machbar sein, so Bomba.

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