Im Sommer soll im Saal in Reinsfeld wieder gefeiert werden

Reinsfeld (Ilmkreis). Männer aus Reinsfeld helfen bei der Sanierung des Gebäudes. Arbeitseinsatz vom Wochenende werden weitere folgen.

Der Saal in Reinsfeld wird weiter saniert - hier stemmen Tobias Trutschel (rechts) und Peter Nietzold beim samstäglichen Arbeitseinsatz den Boden auf. Foto: Antje Köhler

Der Saal in Reinsfeld wird weiter saniert - hier stemmen Tobias Trutschel (rechts) und Peter Nietzold beim samstäglichen Arbeitseinsatz den Boden auf. Foto: Antje Köhler

Foto: zgt

Von außen sieht der Saal in Reinsfeld mit seiner hellgelben Fassade schon schick renoviert aus. Kaum zu glauben, dass das früher mal eine Scheune gewesen sein soll. Diese wurde vor über 100 Jahren umgebaut und diente sogar geraume Zeit als Spritzenhaus, weiß Ortsbürgermeister Falko Mengs.

Nun geht es auch im Inneren des Gebäudes mit der Sanierung vorwärts. Dazu trug am Samstag ein weiterer Arbeitseinsatz bei. Vor der Tür wuchs Stunde für Stunde ein Schuttberg, hinter der Tür machte ein Bohrhammer tüchtig Krach. Dort stemmten einige Männer den Fußboden im Anbau auf und füllten Schubkarre für Schubkarre mit Bauschutt. "An der Stelle dort lagen bisher Fliesen. Da kommt nun Parkett rein, damit das ein ordentliches Bild ergibt", erklärte Mengs den nächsten Schritt.

Weil der Eingangsbereich für eine bessere Nutzung versetzt wurde, muss auch der Fußboden angepasst werden. Andere Helfer kümmern sich um den Trockenbau. Gut, dass viele vom Fach sind oder einfach geschickte Heimwerker. "Wir haben für alle Gewerke Leute", freut sich Falko Mengs, der je nachdem, was anliegt und wie Material da ist, die Helfer zusammentrommelt. Die meisten sind von der Feuerwehr oder aus dem Kulturverein, knapp ein Dutzend machte diesmal wieder mit.

Mit der Saal-Sanierung hat sich der kleine Ort einiges vorgenommen. Ursprünglich sollte nur die Decke isoliert werden. Dann stellte man fest, dass sich das ganze Bühnenhaus senkt. Dieses wurde weggerissen und grundhaft neu aufgebaut. Bei der Finanzierung halfen Fördergelder aus dem Leader-Projekt für den ländlichen Raum. Dass auch der Dachstuhl kaputt war und erneuert werden musste, stellte sich erst beim Abriss des Bühnenbereiches heraus.

Das alles hat viel Geld gekostet, nun ist Eigenleistung gefragt. Deshalb werden weitere Einsätze folgen. Spätestens im Sommer, so hofft der Ortsbürgermeister, soll der Saal wieder nutzbar sein. Der ist übrigens so groß, dass alle 200 Einwohner darin Platz finden. Hier wird Angerfest gefeiert, gibt es Vorträge und Tischtennis-Turniere. Aber leider keine Kirmes mehr, bedauert auch Karl-Heinz Höft, einer der Helfer aus dem Kulturverein. Es fehlen die jungen Leute, die das in die Hand nehmen.

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