Jens Krautwurst ist CDU-Kandidat für die Landratswahl im Kyffhäuserkreis

Bad Frankenhausen  Mit 80 bis 90 Prozent der Stimmen hatte Jens Krautwurst gerechnet, wie er auf Nachfrage von Thüringer Allgemeine sagte. Doch er verschätzte sich.

Anstehen beim CDU-Kreisparteitag, um Jens Krautwurst zum Wahlergebnis zu beglückwünschen und ihm beim Landratswahlkampf alles Gute zu wünschen. Fotos: Ingolf Gläser

Anstehen beim CDU-Kreisparteitag, um Jens Krautwurst zum Wahlergebnis zu beglückwünschen und ihm beim Landratswahlkampf alles Gute zu wünschen. Fotos: Ingolf Gläser

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Ebenso diejenigen, die den CDU-Parteitag am Samstag im „Thüringer Hof“ in Bad Frankenhausen vorbereiteten. Denn es kamen mehr Mitglieder als gedacht. Weitere Stühle mussten her.

Jens Krautwurst freute sich über die Resonanz. Und sichtlich bewegt noch mehr über das Wahlergebnis. 72 der 76 anwesenden Stimmberechtigten sagten ihm in geheimer Abstimmung: „Ja, du bist unser Kandidat für die Landratswahl am 15. April, trittst gegen Amtsinhaberin Antje Hochwind (SPD) an.“ Natürlich mit nur einem Ziel: zu gewinnen.

Krautwurst arbeitet bei der Kyffhäusersparkasse, ist Kreisvorsitzender der CDU und im Kreistag Fraktionsvorsitzender. Seit mehr als 20 Jahren ist er ehrenamtlich in der Kommunalpolitik tätig. „Das mache ich gern, aus Überzeugung und mit Herzblut. Da bekomme ich auch Unterstützung durch die Familie.“ – „Ich kenne die Alltagssorgen der Menschen im Kyffhäuserkreis genau. Davon ist Landrätin Hochwind ein ganzes Stück weg, weil sie nicht so zuhört“, sagte Krautwurst. Und widmete sich seinem Lieblingsthema: Schule und Bildung.

„Die Schulentwicklungsplanung 2013 bis 2018 im Kreis wurde gegen unsere Stimme beschlossen. Es ist aus heutiger Sicht eine klare Fehlentscheidung gewesen, die Schulen in Heldrungen und Keula zu schließen. In der sanierten und neu gebauten Gemeinschaftsschule Oldisleben stapeln sich die Schulkinder. Auch auf dem Hof ist kein Platz, es soll nun festgelegte Zeiten geben, wann wer raus kann“, kritisiert er.

„Mit mir als Landrat wird es keine weitere Schulschließung im Kyffhäuserkreis geben, auch keine weitere Gemeinschaftsschule, das Modell – das von der SPD kommt – soll sich erst mal bewähren. Also keine Veränderung der Schulstrukturen in den nächsten Jahren, lassen wir endlich die Lehrer ihre Arbeit machen“, sagte er in seiner insgesamt euphorischen und kämpferischen Rede. Bei den Themen Integration und Inklusion in Schulen seien die Grenzen erreicht, unter der Situation würden alle leiden.

Die SPD-Landrätin bringe immer wieder das große Schulinvestitionsprogramm des Kreises ins Gespräch. „Ja, das ist an vielen Stelle nötig. Aber im Inneren der Schulen fehlt es an so vielem, auch da muss sich was tun.“

Erhebliche Probleme habe aus Sicht von Krautwurst die mittelständische Wirtschaft im Kreis. „Wir brauchen Rückkehrer-Initiativen, um dem fehlenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Da kann die Wirtschaftsförderung des Kreises eine ganze Menge tun. Deshalb will ich da einen Profi als Amtsleiter haben. Bei der SPD gibt es mir da zu viel Parteigeschacher“, wetterte er.

Krautwurst wolle sich stark machen, dass es an den Krankenhäusern in Bad Frankenhausen und Sondershausen eine Grund- und Regelversorgung gibt, zudem in Bad Frankenhausen weiter medizinische Versorgungszentren. Auch hier spricht er mit Blick auf Rot-Grün-Rot im Kreis von „politischen Machtspielchen“. Wichtig sei doch die Versorgung der Bürger.

In vielen Dörfern sterbe das soziale Leben. „Doch das ist seit Jahren kein Thema für die Landrätin. Man kann nicht nur einfach sagen, das ist Sache der Kommune, ein Landrat hat eine Verantwortung für alle Menschen im Kreis. Dieser Verantwortung stelle ich mich, ich will ein Landrat für alle Bürger sein“, betonte der Christdemokrat und erntete stürmischen Beifall.

In den vergangenen Jahren sei die Kriminalität im Kyffhäuserkreis deutlich angewachsen. Es gebe durch die Polizei eine hohe Aufklärungsquote, trotz der Tatsache, dass es weniger Personal bei der Polizei gebe. Das verdiene Anerkennung und Respekt. „Doch Landrätin und SPD-Innenminister tun nichts, damit wenigstens die Soll-Stärke bei der Polizeiinspektion erreicht wird. Die brauchen wir nicht erst in einigen Jahren, sondern sofort. Auch hier hat ein Landrat Verantwortung.“ Für die Rede bekam Krautwurst stehende Ovationen. Die ihn mit dem Wahlergebnis in den Wahlkampf tragen. „Du bist der Kapitän, die Mannschaft steht hinter dir“, sagte Silvana Schäffer.

Jens Krautwurst habe, sagte CDU-Landesvorsitzender Mike Mohring, „Sachverstand, er kann die Menschen und Regionen im Kyffhäuserkreis zusammenführen. Er kann dem Kyffhäuserkreis eine neue Perspektive geben“. Mohring gab den Parteifreunden Argumentationen für den Wahlkampf mit auf den Weg. „Denn diese Kommunalwahlen stellen die Weichen für die Landtagswahlen.“

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