Jonas Urbach ist Direktkandidat der CDU für den Landtag

Eigenrieden  Wahl 2019: Anrodas Bürgermeister setzte sich gegen die Seebacherin Beatrice Gebhardt durch und geht für die CDU im Wahlkreis Mühlhausen in die Landtagswahlkampf. Die Entscheidung fiel deutlicher als erwartet.

Anrodes Bürgermeister Jonas Urbach  (2. von links) ist nun Direktkandidat für den Wahlkreis Mühlhausen.  Thomas Kretschmer (links), Christian Hirte (Mitte), Klaus Zunke-Anhalt und Landtagsabgeordnete Elke Holzapfel gratulierten.

Anrodes Bürgermeister Jonas Urbach  (2. von links) ist nun Direktkandidat für den Wahlkreis Mühlhausen.  Thomas Kretschmer (links), Christian Hirte (Mitte), Klaus Zunke-Anhalt und Landtagsabgeordnete Elke Holzapfel gratulierten.

Foto: Claudia Bachmann

Die Entscheidung fiel deutlicher aus als erwartet. Jonas Urbach (36) wurde am Freitagabend in Eigenrieden für den Wahlkreis 8 zum Direktkandidaten der CDU im Landtagswahlkampf gewählt. Zu diesem Wahlkreis gehören Anrode, Dünwald, Menteroda, Mühlhausen, Rodeberg, Südeichsfeld und Unstruttal.

Der Bickenrieder Urbach erhielt 65 Stimmen, seine Gegenkandidatin, Beatrice Gebhardt (55) aus Seebach, 33 Stimmen. Der dritte Bewerber, Volker Bade, hatte zu Beginn der Wahlversammlung seine Kandidatur zurückgezogen. „Ich habe immer gesagt: Wenn Jonas kandidiert, trete ich nicht an. Er ist der bessere Kandidat, er hat die besseren Chancen“, sagte der Mühlhäuser. Beide Kandidaten, Urbach und Gebhardt, setzten ähnliche Schwerpunkte: Bildungspolitik, Sicherheit, die Stärkung des ländlichen Raumes. Die Seebacherin, die von Frauen- und Senioren-Union vorgeschlagen worden war, führte die Arbeit in der Frauen-Union als Visitenkarte an und ihre Arbeit als Mitarbeiterin im Wahlkreisbüro der Landtagsabgeordneten Elke Holzapfel. Diese hatte Gebhardts Kandidatur schon seit Monaten nachdrücklich unterstützt: „Ich wünsche mir eine Frau als meine Nachfolgerin“, hatte die Mühlhäuserin immer wieder gesagt.

Holzapfel hatte – wie der Kreisvorsitzende Thomas Kretschmer – um einen fairen Umgang mit den Kandidaten geworben, um beide nicht am Wahltag zu beschädigen. Sie sicherte dem Gewählten ihre „uneingeschränkte Unterstützung“ zu. Ein Zeichen der Loyalität der Mühlhäuserin ihrer Partei gegenüber.

Landtag wird am 27. Oktober gewählt

Urbach prognostiziert „eine der schwersten Landtagswahlen seit der Wende“, und auch der Ost-Beauftragte des Bundestags, CDU-Mann Christian Hirte, erwartet, dass der Kampf um das Landtagsmandat „nicht eben mal so“ gewonnen wird. Aber der Raum Mühlhausen ist für die Christdemokraten laut Hirte „eine gute Region“.

Urbach wirkte mehr im Stoff stehend als seine Konkurrenz. Allerdings wirkte seine Bewerbungsrede sehr sachlich, weniger emotional. Er übte Kritik an der von der Landesregierung vorangetriebenen Zentralisierung, bei der „die Kleinen auf der Strecke bleiben“.

Volker Bade wolle sich auf seine Arbeit im Mühlhäuser Stadtrat konzentrieren. Das sei schwierig genug, „denn es fällt immer schwerer, Menschen für einen Listenplatz, für die Arbeit in der Partei zu gewinnen.“ Dass er nicht antreten wolle, das ist nach Informationen unserer Zeitung allerdings bereits vor Wochen in einem Gespräch der lokalen CDU-Spitze entschieden worden.

Der Thüringer Landtag wird am letzten Oktober-Sonntag gewählt. Für den Raum Bad Langensalza war bereits am 11. Januar Jane Croll aus Wiegleben zur Direktkandidatin gewählt worden (unsere Zeitung am 14. Januar). Die derzeitigen Landtags-Direkt-Kandidatinnen, Elke Holzapfel aus Mühlhausen und Annett Lehmann aus Hüp­stedt, treten nicht wieder an.

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