Journalistenverband kritisiert Hausverbot für TA-Reporterin

Erfurt.  Der Erste Beigeordneter der Landgemeinde „An der Schmücke“ will eine Wahl-Berichterstattung unterbinden. Der DJV fordert Konsequenzen.

Der Erste Beigeordnete der Stadt An der Schmücke hat einer TA-Reporterin Hausverbot erteilt.

Der Erste Beigeordnete der Stadt An der Schmücke hat einer TA-Reporterin Hausverbot erteilt.

Foto: Wilhelm Slodczyk / Archivfoto

Das Vorgehen des 1. Beigeordneten der Stadt An der Schmücke, Ilko Hoffmann, gegen eine Reporterin der Thüringer Allgemeinen stößt beim Deutschen Journalistenverband (DJV) auf scharfe Kritik. „Ein Amtsträger, der Journalisten mit einem Hausverbot belegt und diese gezielt von behördlichen Informationen ausschließt, ist ein unerhörter Vorgang!“, erklärte die DJV-Vorsitzende in Thüringen, Heidje Beutel.

In eigener Sache: Stadt An der Schmücke erteilt TA-Reporterin Hausverbot

Hoffmann hatte der Reporterin Hausverbot für die kommunale Verwaltung sowie die Stadtratssitzungen erteilt und sie von Informationen aus der Verwaltung ausgeschlossen. Der DJV fordere deshalb die Kommunalaufsicht auf, umgehend tätig zu werden und den Beigeordneten in die Schranken zu weisen, heißt es in einer am Donnerstag verbreiteten Mitteilung.