Katalog zu leer stehenden Gebäudenin Region Großbreitenbach

Großbreitenbach  Einige Objekte sind bereits an Interessenten vermittelt. Ideensammlung durch Bürger.

Das Thema Vereinsleben wird zum Gegenstand einer Werkstatt am 19. März ab 18.30 Uhr im Feuerwehrgerätehaus Großbreitenbach.

Das Thema Vereinsleben wird zum Gegenstand einer Werkstatt am 19. März ab 18.30 Uhr im Feuerwehrgerätehaus Großbreitenbach.

Foto: Ralf Ehrlich

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„Dorfgemeinschaft und Vereinsleben“ wird das Thema der nächsten Zukunftswerkstatt im Rahmen des Komet-Projektes sein. Vorher sind die Vereine der Region um ihre Meinung gebeten.

Großbreitenbach – In den letzten Wochen haben die Vereine in der Komet-Region (Kooperativ Orte managen im Unesco Biosphärenreservat Thüringer Wald) Post von Koordinatorin Ute Bönisch bekommen. Ziel des Ganzen ist es, mehr über das Vereinsleben in Altenfeld, Böhlen, Friedersdorf, Gehren, Gillersdorf, Großbreitenbach, Jesuborn, Möhrenbach, Neustadt, Wildenspring und Herschdorf zu erfahren und dann eine bessere, überörtliche Zusammenarbeit anzuschieben.

„Bei manchen Vereinen klappt das schon sehr gut“, weiß Ute Bönisch. „Doch andere wissen kaum etwas voneinander.“ Der Wunsch, das Thema Vereinsleben zum Gegenstand einer eigenen Werkstatt zu machen, hatte sich bei den Bürgerwerkstätten der Vergangenheit heraus kristallisiert. Am 19. März soll sie von 18.30 bis 21 Uhr im Feuerwehrgerätehaus Großbreitenbach stattfinden. Es wird um die Vereinsszene in der Modellregion gehen und aktueller Fördermöglichkeiten für Vereine im Ilm-Kreis vorgestellt werden. „Viele wissen gar nicht, welche Möglichkeiten es da gibt“, sagt Landrätin Petra Enders. „Sei es für Kultur oder für Sport. Auch für soziale Förderung, zum Beispiel für Seniorentreffs, haben wir 90 000 Euro im Haushalt. Die sind im letzten Jahr gar nicht komplett abgerufen worden.“

140 Fragebögen an Vereine verschickt

Zudem will die Sparkasse über ihre Unterstützungsmöglichkeiten informieren. Eine kleine Vereinsmesse soll abschließend Möglichkeit zum Austausch und zur Vernetzung bieten.

Als Arbeitsgrundlage wurden rund 140 Fragebögen an die Vereine und Interessengemeinschaften der Komet-Region verschickt. Gefragt wird unter anderem, ob die Vereine Nachwuchssorgen haben, eigene Vereinsräume nutzen, diese Sanierungsbedarf haben, aber auch welchen Bedarf an Qualifikations- und Weiterbildungsangeboten man sieht oder welche Formen der Kommunikation und Koordination gewünscht sind. „Damit wir die Ergebnisse auswerten und für die Werkstatt aufbereiten können, bitten wir um Rückgabe bis 7. März“, so Ute Bönisch. Ziel ist nicht nur die Bestandserfassung, sondern auch, wie mit dem ganzen Projekt, die Zusammenarbeit in der Region zu stärken.

Vereine könnten sich zum Beispiel mit Technik aushelfen oder bei Veranstaltungen gegenseitig unterstützen, so Petra Enders. Das Landratsamt gehe einen Schritt weiter und erarbeite aktuell eine Plattform, die alle Vereine im Ilm-Kreis erfassen und im Internet präsentieren soll. Das kulturelle, soziale und sportliche Leben sei auch ein wichtiger weicher Standortfaktor, wenn es um Fachkräftegewinnung gehe, so Petra Enders.

Nicht nur die Vereine auch Hauseigentümer bekommen in diesen Tagen Post vom Komet-Projekt. Hier geht es noch einmal darum, den leer stehende Gebäude und bestehende Baulücken zu erfassen. Die Dorfregion Großbreitenbach haben wir bereits versandt, die Stadt folgt in den nächsten Tagen“, erklärte Ute Bönisch. Außen vor bleiben werden hier Gehren, Jesuborn und Möhrenbach als Ilmenauer Ortsteile Hier plane die Stadt ein eigne Entwicklungskonzept, wolle man deshalb keine Parallelstrukturen schaffen, so Ute Bönisch.

Bereits 2016 im Vorfeld des Komet-Projektes war eine Eigentümerbefragung durchgeführt worden. Diese soll nun wiederholt und präzisiert werden. „Gefühlt hat der Leerstand seit dem nicht, wie erwarte, zu- sondern abgenommen“, sagte Bönisch. Gerade junge Familien täten sich für Häuser, die man sanieren könnte, interessieren. „In letzter Zeit haben wir da sogar einige über unsere Immobilienplattform vermittelt“, hieß es weiter. Diese soll in naher Zukunft attraktiver gestaltet und um leer stehende Mietwohnungen ergänzt werden.

Mit der aktuellen Befragung soll herausgefunden werden, ob es konkrete Vorstellungen zur zukünftigen Nutzung und Sanierung gibt, ob ein Verkauf beabsichtigt ist oder ob Beratungsbedarf hinsichtlich der Grundstücksnutzung oder Objektsanierung besteht. Dank der Aufnahme ins Dorferneuerungsprogramm gäbe es da jetzt gute Möglichkeiten, sagte Petra Enders. In der Stadt Großbreitenbach selbst könnten auch private Hauseigentümer von der Städtebauförderung im Sanierungsgebietes „Ortskern Großbreitenbach“ profitieren.

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