Korrekturen am FDP-Wahlergebnis - Einzug in Landtag auf der Kippe

Jena/Erfurt.  Noch immer ist nicht sicher, ob die FDP es in den Thüringer Landtag schafft. Anlass dafür sind neue Zahlen aus dem Jenaer Wahlausschuss.

Nach dem vorläufigen Ergebnis vom Sonntag hatte die FDP landesweit die 5-Prozent-Hürde nur um fünf Stimmen übersprungen. - Im Bild: Thomas L. Kemmerich, Spitzenkandidat der FDP in Thüringen (Archivfoto).

Nach dem vorläufigen Ergebnis vom Sonntag hatte die FDP landesweit die 5-Prozent-Hürde nur um fünf Stimmen übersprungen. - Im Bild: Thomas L. Kemmerich, Spitzenkandidat der FDP in Thüringen (Archivfoto).

Foto: Britta Pedersen / dpa

Der Einzug der FDP in den Thüringer Landtag hängt weiter am seidenen Faden. Der Wahlausschuss in Jena hat nach einer neuen Bewertung das Stimmergebnis der Partei um zwei Stimmen nach unten korrigiert. Drei vorher für die FDP gezählten Stimmen hätten geändert werden müssen, eine Stimme habe die Partei hinzugewonnen, sagte Vize-Stadtsprecher Kristian Philler am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Zuvor hatte unsere Zeitung berichtet, dass auch der Kreiswahlausschuss Weimar das FDP-Ergebnis um vier Stimmen nach unten korrigiert habe. Sollte sich der Abzug in Weimar bestätigen, könnte die FDP den Einzug in den Landtag knapp verpassen. Nach dem vorläufigen Ergebnis vom Sonntag hatte die FDP landesweit die 5-Prozent-Hürde nur um fünf Stimmen übersprungen.

FDP-Landesgeschäftsführer Tim Wagner verwies am Donnerstag darauf, dass in anderen Kommunen Meldefehler auch zugunsten der FDP korrigiert worden seien. Parteichef Christian Lindner teilte auf Twitter mit: "Im Saale-Holzland-Kreis gab es zugleich zehn mehr."

Amtliches Endergebnis liegt am 7. November vor

Derzeit läuft die Prüfung der Wahlergebnisse in den Kreiswahlausschüssen, der Landeswahlleiter will das amtliche Endergebnis am 7. November vorlegen. Zu Zwischenergebnissen gebe es keine Stellungnahme, hieß es am Freitag.

Nach dem vorläufigen Ergebnis vom Sonntag hatte die FDP landesweit die 5-Prozent-Hürde nur um fünf Stimmen übersprungen. Zu den Veränderungen wollte sich das Büro des Landeswahlleiters am Freitag nicht äußern. Zu Zwischenergebnissen gebe es keine Stellungnahme, hieß es. Die letzten Sitzungen der einzelnen Wahlausschüsse seien am 4. November. Danach würden die Ergebnisse in Ruhe geprüft, am Donnerstag (7. November) werde das amtliche Endergebnis vorgelegt.

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