Landrat Harald Zanker geht in nächste Amtszeit

Landkreis  CDU-Herausforderer Klaus Zunke-Anhalt erreicht mit 43,5 Prozent ein respektables Wahlergebnis im Unstrut-Hainich-Kreis

Harald Zanker (SPD) bleibt Landrat und ging gemeinsam mit seiner Frau zur Wahl.

Foto: Alexander Volkmann

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das sich erst gegen Ende entschied: Mit 56,5 Prozent der Stimmen kann Harald Zanker (SPD) in seine fünfte Amtszeit als Landrat des Unstrut-Hainich-Kreises gehen. Sein Herausforderer von der CDU, Klaus Zunke-Anhalt, holte 43,5 Prozent. Die Wahlbeteiligung im Kreis lag bei 46,5 Prozent.

Als knapp die Hälfte der Wahllokale ausgezählt war, lagen die Kontrahenten mit 51,7 (Zanker) und 48,3 Prozent (Zunke-Anhalt) noch sehr knapp beieinander. Ab da ging das Ergebnis jedoch immer mehr Richtung Harald Zanker.

Dennoch holte Klaus Zunke-Anhalt am Ende mehr Stimmenanteile als vor sechs Jahren der CDU-Bewerber Jürgen Ziegenfuß, der auf 41,7 Prozent gekommen war. Der Rodeberger Bürgermeister, der den Wahlabend mit Freunden in Struth verbrachte, stellte nüchtern fest: „Es hat nicht ganz gereicht.“ Aber nicht er habe die Wahl verloren, sondern der Landkreis, „weil ein Wechsel notwendig gewesen wäre“. Dennoch sei er stolz, so eng an den Amtsinhaber herangekommen zu sein.

„Ich brauche mich nicht zu verstecken. Und mehr hätten wir nicht machen können“, verwies er auf seinen intensiven Wahlkampf.

Es gebe auch ein lachendes Auge: „Die Leute hier sagen: Wir haben trotzdem gewonnen, denn wir behalten unseren Bürgermeister.“

Harald Zanker, der den Abend mit seiner Familie verbrachte, sagte: „Ich bin sehr zufrieden und freue mich, dann doch ein paar tausend Stimmen mehr bekommen zu haben.“ 22 432 zu 17 257, so das Ergebnis in absoluten Zahlen. Vor allem in den letzten Tagen habe er noch einmal viel Zuspruch erfahren. Nun könne er weitere sechs Jahre Probleme für die Menschen lösen – vor allem darauf komme es ihm an, sagte Zanker. 24 Jahre seien offenbar aus Sicht der Wähler nicht genug, spielt er auf einen Slogan seines CDU-Konkurrenten an.

Allerdings gebe ihm auch die niedrige Wahlbeteiligung zu denken, sagte der Landrat: „Ich würde mich freuen, wenn künftig wieder mehr Leute aktiv werden und zur Wahl gehen.“

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