Lange-Berg-Kommunen wehren sich gegen Funkmast

Die Umstellung von Analog- auf Digitalfunk bei Thüringer Polizei und Rettungsdienst kommt und der braucht neue Masten, sagt das Innenministerium. Masten an exponierten Stellen - wie auf dem Langen Berg oder dem Kickelhahn.

Die Lange-Berg-Kommunen lehnen die Errichtung eines Funkmastes ab. Foto: Gerd Schmidl

Die Lange-Berg-Kommunen lehnen die Errichtung eines Funkmastes ab. Foto: Gerd Schmidl

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Gehren. Eigentlich schien das Thema vom Tisch. Bereits vor Monaten hatte VG-Chefin Beate Misch bei einer Gemeinderatssitzung in Herschdorf das Vorhaben benannt, einen zusätzlichen Mast abgelehnt und als Alternative auf den vorhandenen Funkmast des Ilmkreises verwiesen. Das Landratsamt hatte dagegen auch nichts einzuwenden. Im Gegensatz zum Innenministerium. Das bestehe auf einem eigenen Standort, wobei nur ein paar Meter her wie hin, darüber entscheiden, auf welcher der drei Gemarkungen der Mast letztlich errichtet werden soll, informierte in der Vorwoche die Verwaltungschefin die Möhrenbacher Gemeinderäte wie die Gehrener Stadträte.

An der grundsätzlichen Ablehnung hat sich nichts geändert. Der Lange Berg ist mehr als nur der Namensgeber der Verwaltungsgemeinschaft und für den Berggasthof ein Funkmast auch nicht der erstrebenswerteste Nachbar.

Vor einem ähnlichen Problem stand die Stadt Ilmenau. Hier war der Kickelhahn als Standort auserkoren worden. Zähneknirschend hatten die Fachausschüsse zugestimmt. Weil man laut Bauamtsleiter Uwe Wolf den Bau ohnehin nicht verhindern könne. Allerdings soll auf dem Kickelhahn der bestehende Mast durch einen zweieinhalb Meter höheren ersetzt werden. Auf dem Langen Berg ist von der Errichtung eines zweiten die Rede. Die Stadt und Gemeinderäte der Lange-Berg-Kommunen sind am Donnerstag zu einem Gespräch mit Vertretern des Innenministerium zu diesem Thema eingeladen.

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