Langewiesen will ehemalige Gleisanlagen für neue Eigenheime freigeben

Arne Martius
Ein künftiges Wohnhaus soll aus dem alten Bahnhof in Langewiesen werden, den die
Stadt mitsamt der Bahntrasse gekauft hat. Foto: Arne Martius

Ein künftiges Wohnhaus soll aus dem alten Bahnhof in Langewiesen werden, den die Stadt mitsamt der Bahntrasse gekauft hat. Foto: Arne Martius

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Einen Bebauungsplan rund um das ehemalige Bahnhofsgelände will jetzt die Stadt Langewiesen auf den Weg bringen. Bürgermeister Horst Brandt (SPD) rechnet mit zehn bis zwölf neuen Bauplätzen auf dem Gelände, sagte er am Dienstag auf Nachfrage unserer Zeitung. Das Gebiet umfasst das einstige Bahnhofsgebäude selbst, sowie das Areal um den alten Güterschuppen.

Langewiesen. Wegen des akuten Wohnungsmangels auch in Ilmenau stehen die Chancen auf Vermarktung nicht schlecht: Das Bahnhofsgelände befindet sich strategisch günstig am Ortseingang in Richtung Ilmenau, ist ruhig gelegen, und wird zudem durch die neue Verbindung am Trieselsrand und den Bahntrassenradweg erschlossen, der im nächsten Jahr über Langewiesen bis Möhrenbach gebaut werden soll. Im alten Bahnhofsgebäude selbst soll überdies das Wohnen perspektivisch möglich sein. Die Stadt hatte das Gebäude mitsamt des zu ihrer Gemarkung gehörenden Abschnitts der Bahntrasse gekauft und will das Objekt zu einem Wohnhaus umbauen lassen. Das ist bereits mit dem Vorgängergebäude des Bahnhofs – wenige Meter westwärts gelegen – geschehen. Das jüngste neu erschlossene Wohngebiet in der Stadt ist der "Goldene Rand". Von 16 Bauplätzen aber sind inzwischen schon neun belegt und zwei weitere reserviert. Laut Landesamt für Statistik in Thüringen hat sich die Einwohnerzahl in Langewiesen stabilisiert: Nach der jüngsten Erhebung vom Juni 2011 wurden 3532 Bewohner gezählt – drei mehr als ein Jahr zuvor. Doch trotz der positiven Entwicklung in Langewiesen werden derzeit pro Jahr immer noch mehr Sterbefälle als Geburten registriert. Während die Zahl der Neugeborenen im Durchschnitt 24 beträgt, sterben jährlich 35 bis 40 Bürger der Stadt, sagte Bürgermeister Horst Brandt. Der Anstieg der Einwohnerzahl sei vor allem Zuzügen zu verdanken, erklärte er in einem früheren Gespräch. In diesem Jahr allerdings liegt die Geburtenrate seit langem wieder einmal unter dem Durchschnitt: Bislang wurden lediglich 18 Neu-Langewiesener registriert.