Leitartikel: Sie retten Menschenleben

Kai Mudra über Probleme bei der Feuerwehr-Weiterbildung

Sie beleben viele Gemeinden, organisieren neben den Karnevalsvereinen die meisten Dorffeste. Viele ihrer Mitglieder gelten als trinkfest und sie können am besten Brätel und Rostwürste braten: Die Frauen und Männer der freiwilligen Feuerwehren in Thüringen.

Was bei all dem Spaß noch wichtiger ist: Auf sie ist immer dann Verlass, wenn sich Menschen in Not befinden, sei es nach einem Unfall, eingeklemmt im Fahrzeugwrack oder in einem brennenden Haus. Wenn es sein muss, riskieren sie ihr Leben, um andere zu retten.

Die vielen Zehntausend Feuerwehrleute müssten das nicht machen. Sie alle haben sich freiwillig dazu verpflichtet. Wenn sie zum Einsatz ausrücken, dann ehrenamtlich. Der Dank dafür kann gar nicht groß genug sein.

Um in der heutigen Zeit wirklich effektiv helfen zu können, reicht der gute Wille allein nicht mehr aus. Die in den Feuerwehrhäusern stehende Technik will bedient sein. Moderne Fahrzeuge sind inzwischen komplex mit High-tech-Pumpen, Löschschaum, Hunderten Meter Schlauch, manche mit Pressluftatmern in den Sitzen oder Wärmebildkameras bestückt. Hinzu kommen beispielsweise Hydraulikscheren, für die Unfallfahrzeuge.

Allein das alles zu bedienen, erfordert bereits immenses Wissen. Aber auch um bei einem Feuer nicht selber zum Opfer zu werden, muss viel trainiert und geübt werden. Verantwortlich für all diese Ausbildung im Land ist die Feuerwehrschule in Bad Köstritz. Doch welches Bild wird vermittelt, wenn diese Schule nicht einmal in die Lage versetzt wird, ihre Weiterbildungsangebote zu stemmen?