Multifunktionsarena in Erfurt droht wohl neue Ausschreibung

Erfurt. Der Umbau des Steigerwaldstadions in Erfurt in eine Multifunktionsarena muss offenbar neu ausgeschrieben werden. Nach Informationen unserer Zeitung will die Beigeordnete für Wirtschaft und Umwelt der Stadt Erfurt, Kathrin Hoyer, am Dienstagvormittag auf einer städtischen Pressekonferenz den Aufschub verkünden und erläutern.

Der Umbau des Erfurter Steigerwaldstadions könnte sich erheblich verzögern. Archiv-Foto: Alexander Volkmann

Der Umbau des Erfurter Steigerwaldstadions könnte sich erheblich verzögern. Archiv-Foto: Alexander Volkmann

Foto: zgt

Nach unbestätigten Informationen unserer Zeitung gab es Fehler in der bisherigen Ausschreibung, die auf unscharfen Beschreibungen und Begrifflichkeiten beruhen.

Eine neue Ausschreibung bedeutet für das Projekt eine Verzögerung von drei bis vier Monaten; bisher war der Plan, die neue Erfurter Multifunktionsarena im Jahr 2015 in Betrieb zu nehmen.

Bei dem Millionenprojekt soll aus dem Steigerwaldstadion eine Arena für Konzerte, Veranstaltungen und auch Fußballspiele werden. Das Stadion war 1931 nach vier Jahren Bauzeit in Betrieb genommen worden und nannte sich "Mitteldeutsche Kampfbahn".

Der Stadtrat in Erfurt hatte sich im Januar 2009 für die Modernisierung entschieden.

34-Millionen-Euro-Projekt europaweit ausgeschrieben

Im März dieses Jahres hatte die EU den Umbau des Stadions befürwortet. Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) hatte daraufhin damals dem Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) einen Förderbescheid in Höhe von 29 Millionen Euro übergeben. Rund fünf Millionen Euro der Kosten trägt die Stadt Erfurt.

Die europaweite Ausschreibung für das 34-Millionen-Euro-Projekt war im Juni in das Amtsblatt der Europäischen Union (EU) gesetzt worden. Darin werden Bauprojekte veröffentlicht, um deren Umsetzung sich Firmen aus ganz Europa bewerben können. Bis zum 14. Juli hatten sich interessierte Unternehmen für den Bau der Arena bewerben können.

Am Montag hatte es Telefonate zwischen dem Wirtschaftsministerium des Landes Thüringen und der Stadt Erfurt gegeben; dabei ging es offenbar darum, wie transparent mit der Problematik einer neuen Ausschreibung umgegangen werden soll.

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