Nordhausen ist wieder handlungsfähig - Stadt investiert 25 Millionen Euro

Nordhausen.  Nordhausen investiert in diesem Jahr 25,7 Millionen Euro in verschiedene Projekte. Zudem ist die Haushaltskonsolidierung vorzeitig beendet. Damit ist die Stadt wieder handlungsfähig.

Die Stadt Nordhausen kann wieder in Eigenregie über ihr Geld entscheiden.

Die Stadt Nordhausen kann wieder in Eigenregie über ihr Geld entscheiden.

Foto: Stadtverwaltung Nordhausen

Die Kommunalaufsicht des Landratsamtes Nordhausen hat den Antrag der Stadt auf vorzeitige Beendigung der Haushaltskonsolidierung genehmigt. Durch die erfolgreiche Arbeit und der Bereitschaft des Stadtrates und der Verwaltung, auch schmerzliche Entscheidungen zu treffen und sinnvolle Projekte und Maßnahmen verschieben zu müssen, war dies überhaupt möglich, heißt es aus dem Rathaus. „Das Ende der pflichtigen Haushaltskonsolidierung erleichtert nicht nur die laufende Arbeit der Stadtverwaltung, sondern die Stadt Nordhausen ist wieder handlungsfähig. Wir können wieder aktiv selbst gestalten“, bewertet Oberbürgermeister Kai Buchmann (parteilos) das Ende der Konsolidierungsphase. Dies gebe der Stadt ein Stück weit die Würde zurück, die sie verdiene.

Rund 28 Millionen Euro Schulden abgebaut

Seit dem Jahr 2015 bemühte sich die Stadt Nordhausen, den städtischen Haushalt zu konsolidieren. Allein im Zeitraum 2015 bis 2018 wurden nach Angaben der Stadtverwaltung rund 28 Millionen Euro Schulden abgebaut und zahlreiche kleine, große und strukturelle Entscheidungen zu Einsparungen getroffen. Hierzu waren Stadtverwaltung und der Stadtrat immer wieder bereit, in Verantwortung für die Stadt Kompromisse zu finden. „Einzelne Vorschläge haben für Stadtverwaltung, die Wirtschaft und Unternehmen, aber vor allem für die Bürgerinnen und Bürger spürbare Einschnitte mit sich gebracht. Durch die positive Haushaltsentwicklung konnte die Stadt bereits seit zwei Jahren gegensteuern und Maßnahmen zur Beseitigung des Investitionsstaus ergreifen. Dies wird auch eine große Herausforderung in den kommenden Jahren sein“, konstatiert Kai Buchmann mit Blick auf dringend notwendige Investitionen.

Viele Projekte auf der Agenda

Der beschlossene Haushalt für das Jahr 2020 geht auf diesen Bedarf ein. Noch nie seit Einführung der Doppik hat die Stadt Nordhausen 25,7 Millionen Euro investiert, wie es für das kommende Jahr vorgesehen ist. Neben den beiden Großprojekten Feuerwache und Theater, die Investitionsmittel im Umfang von 12,6 Millionen Euro in 2020 binden, lässt der Haushalt auch Spielraum für dringend notwendige Investitionen zu. Allein für Straßen und Radwege wendet die Stadt 4,4 Mio. Euro auf. Fast eine Million Euro werden in die Sanierung der Nordhäuser Sportstätten Hohekreuzsportplatz, Tennenplatz Bielen und Werthersporthalle gesteckt. Der Haushalt wird umfangreiche Mittel für die Sanierung der Kindertagesstätten, für die Schulen (Stichwort Digitalpakt) und die Sanierung der Gebäude der Freiwilligen Feuerwehren sowie Beschaffung von Ausrüstung - beispielsweise Digitalfunk - zulassen.

Zu den Kommentaren