NSU-Ausschussvorsitzende weist Anschuldigungen zurück

Mit Entsetzen hat die Vorsitzende des NSU-Untersuchungsausschusses im Thüringer Landtag, Dorothea Marx (SPD), auf Vorwürfe des früheren Verfassungsschutzchefs Helmut Roewer gegen das Gremium reagiert. Roewer vergleicht seine beiden Zeugenbefragung vor dem Ausschuss im Vorjahr mit einem "stalinistischen Schauprozess".

Dorothea Marx (SPD) weist die Vorwürfe des Ex-Verfassungsschutzchefes Helmut Roewer entsetzt zurück. Archiv-Foto: Jens-Ulrich Koch/dapd

Dorothea Marx (SPD) weist die Vorwürfe des Ex-Verfassungsschutzchefes Helmut Roewer entsetzt zurück. Archiv-Foto: Jens-Ulrich Koch/dapd

Foto: zgt

Erfurt. Er wirft den Abgeordneten des Gremiums zudem vor, dass "im Mittelpunkt des Interesses nicht das stand, was ich zur Sache zu sagen habe, sondern andere, abwegige Fragen".

"Herr Roewer ist Bestandteil der Zeitspanne und der Vorgänge, die wir zu untersuchen haben", sagte Dorothea Marx unserer Zeitung. Da muss er sich auch kritische Fragen gefallen lassen. Den Vorwurf eines "stalinistischen Schauprozesses" wies sie energisch zurück. "Da muss jemand sehr eitel sein, um auf solch eine Idee zu kommen", erklärte sie.

Roewer hatte das Interview der "Jungen Freiheit" gegeben, die als konservatives Wochenblatt erscheint und als Publikationsorgan der Neuen Rechten gilt.

Zu den Kommentaren