Polizei verstärkt Schutz für AfD-Politiker Björn Höcke

Bornhagen/Erfurt  Die Polizei verstärkt die Präsenz im Wohnort des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke. Hintergrund soll eine Morddrohung sein.

Björn Höcke, Spitzenkandidat und Landesvorsitzender der AfD in Thüringen.

Björn Höcke, Spitzenkandidat und Landesvorsitzender der AfD in Thüringen.

Foto: Sascha Fromm

Offenbar gibt es im Landtagswahlkampf erneut eine Morddrohung gegen einen Spitzenpolitiker. Der Spitzenkandidat der Thüringer AfD, Björn Höcke, soll in zwei Schreiben bedroht worden sein. In einem dieser Briefe sei auch seine Familie attackiert worden. Eine Sprecherin der Landespolizeiinspektion Nordhausen bestätigte auf Anfrage bisher „eine Erweiterung der Maßnahmen zum Schutz der Familie Höcke“. Ob eine Morddrohung gegen den Politiker der Grund dafür ist, sagte sie nicht. Ein Parteisprecher erklärte auf Anfrage, ob es eine Morddrohung gegen den Chef der Landespartei gibt, dass ihm ein solcher Vorgang bekannt sei.

Nach Informationen dieser Zeitung sind zwei Briefe bei der Fraktion der AfD im Thüringer Landtag eingegangen. Aus Polizeikreisen heißt es, dass Höcke darin „mit Leib und Leben bedroht“ werde. Man gehe aber von der Echtheit der Bedrohung aus und nehme sie ernst, heißt es von der Polizei. Dazu passt auch, dass Anwohner seit Dienstagabend eine verstärkte Polizeipräsenz im Ort beobachten. Sechs Beamte sollen dauerhaft das Haus des Politikers in Bornhagen absichern, bestätigte ein Anwohner gegenüber dieser Zeitung.

Im laufenden Landtagswahlkampf ist das nicht die erste Bedrohung gegen einen Spitzenpolitiker. CDU-Landeschef und Spitzenkandidat Mike Mohring war vor einigen Tagen mit dem Tode bedroht worden. Seither ermittelt das Thüringer Landeskriminalamt (LKA). Bei der CDU Jena war eine Postkarte eingegangen, auf der eine Morddrohung gegen den Christdemokraten geschrieben stand. Dabei wurde auch Bezug genommen auf den Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU), der mutmaßlich von einem Rechtsextremisten umgebracht wurde.

Mohring erhält Morddrohung - LKA übernimmt Ermittlungen

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