Ramelow: Habe nicht für Geisterspiele gestimmt

Erfurt.  Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sieht den für nächste Woche geplanten Start der Fußball-Bundesliga skeptisch. Bei der Abstimmung während der Schaltkonferenz mit der Kanzlerin habe er sich enthalten.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke).

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke).

Foto: Sascha Fromm

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich skeptisch zu dem für nächste Woche geplanten Start der Fußball-Bundesliga geäußert. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Er habe in der Schaltkonferenz mit der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten am Mittwoch bei diesem Tagesordnungspunkt nicht an der Abstimmung teilgenommen und dies auch so zu Protokoll gegeben, sagte er am Donnerstag dieser Zeitung. Aus seiner Sicht sei das Konzept nicht „überzeugend erklärt“ worden. Deshalb habe er sich enthalten.

Zuvor hatte sich Ramelow gegen Kritik des Koalitionspartners SPD gewehrt. Die stellvertretende Landesvorsitzende und Parlamentarische Fraktionsgeschäftsführerin Diana Lehmann hatte Kritik an dem Beschluss der Ministerpräsidenten geübt.

Offensichtlich sei den Regierungschefs „der Profifußball wichtiger als die Kinder, erklärte sie auf Twitter. „Braucht dann aber auch keiner von ihnen mehr sagen, dass Kinder die Zukunft sind.“

Ramelow warf daraufhin Lehmann ebenfalls per Twitter „Foulspiel“ vor. Die Abgeordnete hätte sich vor ihren Vorwürfen „sachkundig machen“ sollen.