Ramelow: „Keine Ausstiegsszenarien, nur Umbauszenarien“

Erfurt.  Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) kann sich vorstellen, dass der Einzelhandel schrittweise wieder öffnet und plädiert für gemeinsame Vorgaben der Länder.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke).

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke).

Foto: Sascha Fromm

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) kann sich vorstellen, dass unter strengen Vorgaben der Einzelhandel schrittweise wieder öffnet. „Das geht aber nur mit mehr Personal, mehr Abstand und Kontrollen und strikten Auflagen“, sagte Ramelow am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Er plädiere für ein gemeinsames Agieren der Länder. An diesem Mittwoch ist eine Telefonkonferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise geplant. Derzeit ist das Einkaufen in Geschäften weitgehend auf Lebensmittel und Drogerieartikel beschränkt.

Oberste Priorität bei allen Entscheidungen, die erwartet werden, habe der Infektionsschutz vor dem Coronavirus, sagte Ramelow. „Es gibt für mich deshalb keine Ausstiegsszenarien, nur Umbauszenarien.“ Den Begriff Lockerung verwende er nicht, weil er assoziiere, es könnte wieder so wie vor der Zeit werden, als die Corona-Beschränkungen erlassen werden mussten.

Bei der Konferenz am Mittwoch wollen Bund und Länder über einen schrittweisen Ausstieg aus den harten Corona-Beschränkungen reden.