Ramelow will keine Minderheitsregierung in Thüringen

Erfurt  Vor der Landtagswahl in Thüringen im Oktober hat sich der Ministerpräsident des Freistaates, Bodo Ramelow (Linke), ablehnend zu einer Minderheitsregierung geäußert.

Will keine Minderheitsregierung in Thüringen: Bodo Ramelow (Die Linke), Ministerpräsident des Freistaates.

Will keine Minderheitsregierung in Thüringen: Bodo Ramelow (Die Linke), Ministerpräsident des Freistaates.

Foto: Martin Schutt/dpa

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„Aktuell“ strebe er keine Minderheitsregierung an, sagte Ramelow im „Interview der Woche“ gegenüber dem Deutschlandfunk. „Sondern ich kämpfe für Rot-Rot-Grün.“ Bei einer in dieser Woche veröffentlichten repräsentativen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag von MDR Thüringen kam das derzeitige Regierungsbündnis von Linke, SPD und Grünen nur auf 43 Prozent.

Für Ramelow ist dies kein Grund zur Besorgnis. Die Umfrage zeige, „wie viel Dynamik drin ist“.

Der Jenaer Politikwissenschaftler Torsten Oppelland hält angesichts der Zahlen eine von der CDU tolerierte rot-rot-grüne Minderheitsregierung für ein wahrscheinliches Modell, die CDU sprach sich umgehend dagegen aus. In Thüringen wird am 27. Oktober der Landtag neu gewählt.

„Zu der Frage der demokratischen Kultur gehört es, dass man zwischen CDU und Linken in Thüringen immer schon Drähte hatte, wenn es um das Land ging“, sagte Ramelow. „Aber ich kämpfe für Rot-Rot-Grün, die CDU kämpft auch für eine bürgerliche Mehrheit, jeder muss jetzt seine Wählerinnen und Wähler mobilisieren.“

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