Reinholz: "Investition in Dorfentwicklung, Tourismus und Naturschutz"

Erfurt. Das Haus am Hohen Stein in Schmiedefeld/Rennsteig soll ab 2015 Bürgerhaus und erste Anlaufstelle für Besucher des Biosphärenreservats Vessertal-Thüringer Wald sein. Das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN) fördert den Umbau des weitgehend ungenutzten Gebäudes zu einem multifunktionalen Bürgerhaus mit gut 1,64 Millionen Euro.

Das Thüringer Umweltministerium stellt neben den 1,64 Millionen Euro aus Mitteln der Dorferneuerung weitere 710.000 Euro - überwiegend aus Mitteln der Förderrichtlinie Entwicklung von Natur und Landschaft - für die spätere Ausgestaltung des Biosphärenreservat-Informationszentrums bereit. Foto: Ralf Ehrlich

Das Thüringer Umweltministerium stellt neben den 1,64 Millionen Euro aus Mitteln der Dorferneuerung weitere 710.000 Euro - überwiegend aus Mitteln der Förderrichtlinie Entwicklung von Natur und Landschaft - für die spätere Ausgestaltung des Biosphärenreservat-Informationszentrums bereit. Foto: Ralf Ehrlich

Foto: zgt

"Mit unseren Partnern von Regionalverbund und Gemeinde haben wir eine Lösung gefunden, von der Dorfgemeinschaft, Tourismus und der Naturschutz profitieren", sagte Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz anlässlich der Übergabe des Förderbescheides, ausgestellt vom Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gotha, am Mittwoch in Schmiedefeld.

Das Haus soll zukünftig neben Räumen für die Dorfgemeinschaft die Touristeninformation Schmiedefeld, die Verwaltung des Biosphärenreservats Vessertal-Thüringer Wald sowie das Informationszentrum des Biosphärenreservats beherbergen. Insgesamt investieren die Europäische Union, der Bund und der Freistaat Thüringen sowie der Regionalverbund Thüringer Wald und die Gemeinde Schmiedefeld rund 3,5 Millionen Euro.

Das Thüringer Umweltministerium stellt neben den 1,64 Millionen Euro aus Mitteln der Dorferneuerung weitere 710.000 Euro - überwiegend aus Mitteln der Förderrichtlinie Entwicklung von Natur und Landschaft - für die spätere Ausgestaltung des Biosphärenreservat-Informationszentrums bereit.

"Hier handelt es ich um ein Projekt mit Vorzeigecharakter: Interessen des Naturschutzes und der nachhaltigen Regionalentwicklung werden in die der Dorferneuerung integriert. Gleichzeitig wird das Bürgerhaus mit Infozentrum die lokale Wirtschaft stärken", sagte der Minister.

Hintergrund

Seit mehreren Jahren suchen die Verwaltung des Biosphärenreservats und das TMLFUN nach einem geeigneten Standort für ein Informationszentrum. Ohne ein solches Zentrum stünden die Chancen schlecht, von der UNESCO als erweitertes Biosphärenreservat anerkannt zu werden. Gleichzeitig ist es Aufgabe der Biosphärenreservate, Modellprojekte zur nachhaltigen Entwicklung anzustoßen und mit den regionalen Akteuren umzusetzen. Das neue multifunktionale Bürgerhaus erfüllt diesen Anspruch in vorbildlicher Weise.

Das Haus am Hohen Stein war in den 1980er Jahren Anlaufpunkt für Feriengäste der Region. Seit der Wende wurde das Gebäude nur noch teilweise genutzt. Aktuell befinden sich dort die Touristeninformation, der Gemeindesaal sowie einige Vereinsräume.

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