„Selber dreist“: Grünen-Chefin Erben reagiert auf SPD-Kritik

Erfurt.  Die scheidende Landeschefin der Thüringer Grünen Stephanie Erben die Koalitionspartner Linke und SPD angegriffen.

Grünen-Landeschefin Stephanie Erben (rechts), neben CO-Chef Denis Peisker.

Grünen-Landeschefin Stephanie Erben (rechts), neben CO-Chef Denis Peisker.

Foto: Michael Reichel / dpa

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Vor dem Landesparteitag der Thüringer Grünen an diesem Samstag in Apolda hat die scheidende Landeschefin Stephanie Erben die Koalitionspartner Linke und SPD angegriffen. „Ich finde es dreist, sich hinzusetzen und zu sagen, wir ändern hier gar nichts. Umwelt und Landwirtschaft gehören eigentlich zusammen“, sagte sie dieser Zeitung. „Wir brauchen die Agrarwende, und daran werden wir arbeiten.“

Erben reagierte damit auf die Kritik von SPD-Landtagsfraktionschef Matthias Hey an den grünen Forderungen im koalitionsinternen Streit um die Ressortzuständigkeiten. Das Verhalten des kleinsten Partners sei „sehr absurd und sehr dreist“ gewesen, hatte er gesagt.

Die grüne Landeschefin erinnerte daran, dass die Sozialdemokraten bei der Wahl deutlich größere Verluste als ihre Partei erlitten und trotzdem Forderungen gestellt hätten. „Das vergessen offenbar einige schnell“, sagte sie.

Die Grünen hatten die Zuständigkeiten für Landwirtschaft und Forst sowie das linke Bau- und Verkehrsressort verlangt. Stattdessen behalten sie nun neben dem Umwelt- auch das Justizressort, für das es noch keinen Besetzungsvorschlag gibt. Einzige Zugewinne für die Grünen sind der Tierschutz und eine Servicestelle für Bürgerbeteiligung; dafür geben sie den Bereich Migration ab. Erben kündigte an, dass die Grünen eine neue Tierwohlstrategie vorlegen würden. Das erst im vergangenen Jahr überarbeitete Papier habe „keine Fortschritte“ gebracht, sagte sie.

Matthias Hey: „Sehr absurd und sehr dreist“

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