Sömmerda wird weiter umgekrempelt

Sömmerda.  Die Fachämter haben Bürgermeister Ralf Hauboldt die Liste ihrer Vorhaben im Jahr 2020 zugearbeitet. Sie sind in den Etatentwurf eingearbeitet.

Die Altstadtsanierung in Sömmerda  wird auch im Jahr 2020 fortgesetzt. Der Anger erfährt einen 2. Bauabschnitt, die Neutorstraße wird 2020 beplant und 2021 gebaut..

Die Altstadtsanierung in Sömmerda wird auch im Jahr 2020 fortgesetzt. Der Anger erfährt einen 2. Bauabschnitt, die Neutorstraße wird 2020 beplant und 2021 gebaut..

Foto: Jens König

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Unter Maßgabe des Haushalts heißt es am Jahresende in den Kommunen oft. Soll heißen: Alles, was geplant wird, ist erst einmal eine Absichtserklärung. Es gilt abzuwarten, bis der Etat steht und ob die Einnahmen und Ausgaben so eintreten wie prognostiziert. Geplant aber werden muss. Und Sömmerda hat sich für 2020 eine Menge vorgenommen. Neben den ganz dicken Brocken Freibadsanierung, Planung des Neubaus für die Kita „Flax & Krümel“, Altstadtsanierung und neue Wohnbaugebiete (unsere Zeitung berichtete) kommt da noch einiges mehr zusammen.

Investitionen in die Abwasserinfrastruktur

Allein der Eigenbetrieb Abwasser Sömmerda weist neben den „üblichen Kleinmaßnahmen“ aktuell (2019 und 2020) Investitionsvorhaben in die städtische Abwasserinfrastruktur mit einem Gesamtvolumen von 2,2 Millionen Euro aus „Was begonnen wurde, geht nahtlos weiter“, sagt Bürgermeister Ralf Hauboldt (Linke). Die entsprechenden Verpflichtungsermächtigungen lägen vor. Dazu gehören Leubingens Ortskanalisation und vorbereitende Planungen für die Ortsentwässerung von Orlishausen/Frohndorf. Hinzu kommen der Ersatzneubau (Anger) oder die Sanierung (Bahnquerung Bahnhofstraße) von Mischwasserkanälen. „Außerdem denken wir über die Neutorstraße nach“, so Hauboldt.

Ausbau ohne Anwohnerbeiträge

Angegangen wird auch die wasser-, abwasser- und straßenseitige Erschließung des Gartenbergs – in einem ersten Bauabschnitt in der Mozartstraße zwischen Lessingstraße und Puschkinplatz.. „Neu ist da, die Anwohner werden ja nicht mehr an den Kosten beteiligt, die Frage der Abwicklung der Formalitäten mit dem Land. Da gibt es noch Klarstellungsbedarf.“

Land baut Schöpfwerk

Nicht eingerechnet ist die Errichtung des Schöpfwerks Am Mühlgraben (2020/2021) durch das Land. „Wir hatten gedacht, wir sehen dort schon was“, so Hauboldt. Die Stadt übernimmt nach Fertigstellung das Objekt. Sie will die während der Bauzeit zu erwartende erneut gedrosselte Wasserzufuhr nutzen, um auch den unteren Teil des Mühlgrabens in die Kur zu nehmen.

Gute Nachrichten zum IG3

Froh ist der Bürgermeister, dass es nun (nach Kölledas Stadtratsbeschluss zum Bebauungsplan) auch mit dem Industriegebiet 3 weitergehen kann. „Die Kuh ist vom Eis“, ist er überzeugt. „Wir brauchen diese Fläche für unsere Entwicklung unbedingt“, ist er überzeugt. „Ansonsten ist alles zu – und wir wollen und müssen vorbereitet sein, wenn ansiedlungswillige Interessenten sich melden oder gefunden werden.“ Erschließung und Vermarktung sollen über die Landesentwicklungsgesellschaft realisiert werden. Notfalls, so deutete es Hauboldt an, hätte Sömmerda auch ohne Kölleda das Vorhaben auf seinem (Stödtener) Teil der Fläche das Vorhaben vorangetrieben.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren