Soforthilfen: Bislang kein Betrugsversuch bekannt – Tiefensee warnt vor Fahrlässigkeit

Erfurt.  Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) verteidigt das Vorgehen bei der Bearbeitung der Anträge von Unternehmen.

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) geht davon aus, dass in der Woche nach Ostern der größte Teil der vorliegenden Anträge abgearbeitet sei.

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) geht davon aus, dass in der Woche nach Ostern der größte Teil der vorliegenden Anträge abgearbeitet sei.

Foto: Bodo Schackow / dpa

In Thüringen sind bisher keine Betrugsversuche bei der Auszahlung von Soforthilfe bekannt. „Wir sehen uns in unserer Vorgehensweise bestätigt“, erklärte der Sprecher des Thüringer Wirtschaftsministeriums, Stephan Krauß, auf Anfrage in Erfurt.

Vor dem Hintergrund von Medienberichten über Betrugsversuche in anderen Bundesländern pocht Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) weiter auf die Einhaltung bestimmter Förderregularien bei der Bearbeitung der Anträge von Unternehmen.

„Die Rufe nach einer ungeprüften Auszahlung der Gelder quasi auf Knopfdruck sind fahrlässig und haben in anderen Bundesländern offenbar kriminellen Machenschaften Tür und Tor geöffnet“, sagte Tiefensee.

Aktuell 33.000 Anträge auf Soforthilfe in Thüringen

Die Thüringer Aufbaubank hat nach seinen Angaben Mechanismen geschaffen, um erfolgreiche Antragstellungen über sogenannte Fakeseiten auszuschließen. Dennoch sollten Unternehmer genau prüfen, welche Seiten im Internet sie zur Antragstellung nutzen.

Aktuell liegen in Thüringen 33.000 Anträge auf Soforthilfe vor, davon sind gut ein Drittel bereits bearbeitet und mehr als 8000 bewilligt worden. Fördermittel in Höhe von 53,4 Millionen Euro wurden schon ausgezahlt. Er gehe davon aus, dass in der Woche nach Ostern der größte Teil der vorliegenden Anträge abgearbeitet sei, sagte Tiefensee.

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