Staatsanwaltschaft fordert 2,5 Jahre Haft für Köckert

Eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten sowie die Aberkennung des Rechtes für vier Jahre, selbst zu wählen und in ein öffentliches Amt gewählt zu werden. Das fordert die Staatswaltschaft Meiningen im Korruptionsfall gegen den Thüringer Ex-Innenminister Christian Köckert.

Christian Köckert vor dem Meininger Landgericht. Foto: Sascha Willms

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Es sei erwiesen, dass Köckert sein Amt als ehrenamtlicher Beigeordneter der Stadt Eisenach genutzt hat, um die Interessen der Windkraftanlagen-Firma Juwi vetreten und dafür Geld erhalten zu haben.

Das Vertrauen in die Unabhängigkeit der Verwaltung sei durch das Verhalten des Angeklagten erheblich gestört worden, sagte Staatsanwältin Katrin Höhn. Köckert habe sich in drei Fällen der Vorteilsannahme schuldig gemacht.

2011 habe er darüber hinaus für die Firma Tupag die Ansiedlung eines Elektronikmarktes im Ortsteil Stregda vorangetrieben, entgegen vorheriger Stadtratsbeschlüsse.

Im Rahmen eines Beratervertrages habe er dafür von der Firma 15.000 Euro erhalten. Die Staatsanwaltschaft wertet das als Abgeordnetenbestechung. Die Verteidigung plädierte im Hauptverfahren gegen den früheren Innenminister und ehrenamtlichen Beigeordneten der Stadt Eisenach, Christian Köckert, auf Freispruch. Es handle sich um eine politisch vorgeprägte Meinungsmache. so der Verteidiger. Die Karriere von Köckert sei zerstört. Köckert betonte in seinem Schlusswort, die für die Unternehmen erbrachten Leistungen seien keine Dienstgeschäfte im Rahmen seiner Tätigkeit als Eisenacher Beigeordneter gewesen. "Ich habe versucht, etwas für die Stadt zu tun. Sollte ich dabei Fehler gemacht haben, das haben Sie zu entscheiden", sagte er abschließend an die Adresse des Gerichts gerichtet. Das Urteil der ersten Strafkammer des Landgerichts Meiningen wird um 17 Uhr erwartet.

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