Streit um Rittergut Guthmannshausen kommt vor Oberlandesgericht

Erfurt. Das Land Thüringen versucht nun auch in zweiter Instanz, den umstrittenen Verkauf des Rittergutes Guthmannshausen (Kreis Sömmerda) an Anhänger der rechten Szene rückgängig zu machen.

Das ehemalige Herrenhaus des Rittergutes Guthmannshausen wird derzeit als Treff der rechten Szene genutzt. Archivfoto: Alexander Volkmann

Das ehemalige Herrenhaus des Rittergutes Guthmannshausen wird derzeit als Treff der rechten Szene genutzt. Archivfoto: Alexander Volkmann

Foto: zgt

Das Finanzministerium will nach eigenen Angaben mit einer Berufung beim Oberlandesgericht in Jena das Geschäft vom Mai 2011 rückabwickeln. Verhandlungstermin ist nach Ministeriumsangaben voraussichtlich Anfang Dezember.



Das Landgericht Erfurt hatte im April dieses Jahres eine Klage des Landes abgewiesen, das mit arglistiger Täuschung argumentiert hatte. Diese sei jedoch nicht nachweisbar, entschieden die Richter damals.



Die ehemalige landwirtschaftliche Landesschule in Guthmannshausen war im Mai 2011 an eine Frau verkauft worden, die sich in rechtsgerichteten Kreisen bewegte. Sie hatte eine Nutzung als Bildungs-, Kultur- und Tagungszentrum angegeben. Das ehemalige Herrenhaus wird inzwischen im Verfassungsschutzbericht als Treff der rechten Szene genannt. In der Vergangenheit hatten Immobilienkäufe von Rechtsextremen in Thüringen immer wieder für Diskussionen gesorgt.