Thüringens Innenminister verurteilt rechtsextreme Ausschreitungen auf dem Apoldaer Markt

Apolda  Die Ausschreitungen auf dem Apoldaer Markt machten deutlich, dass das Gewaltpotenzial der rechten Szene nicht zu unterschätzen sei.

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) spricht bei einer Demonstration gegen ein Rechtsrock-Konzert in Apolda.

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) spricht bei einer Demonstration gegen ein Rechtsrock-Konzert in Apolda.

Foto: Bodo Schackow

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) hat die gewalttätigen Ausschreitungen während eines Rechtsrock-Konzerts in Apolda verurteilt. Die Gewalt habe sich zwar unmittelbar gegen Polizisten gerichtet, sagte Maier am Sonntag in Erfurt. „Aber das war auch ein Angriff auf den öffentlichen Raum, auf die Zivilgesellschaft, die wollten diesen Platz stürmen.„Die Ausschreitungen auf dem Apoldaer Markt machten deutlich, dass das Gewaltpotenzial der rechten Szene nicht zu unterschätzen sei.

Bei den Ausschreitungen waren am Samstagabend nach neusten Informationen der Polizei acht Polizisten leicht verletzt worden (In einer ersten Information der Polizei war von vier verletzten Polizisten die Rede). Die Verletzungen der Beamten kamen zustande, als Rechte Demonstranten Steine und Flaschen auf Beamte warfen.

Der Veranstalter beendete das Konzert nach der Ankündigung der Polizei zur Auflösung vorzeitig. Die Polizei räumte den Platz. Zu dem Konzert waren rund 800 Rechte aus dem gesamten Bundesgebiet, Schweden und der Schweiz gekommen.

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