Thüringer CDU fordert Transport von Kindern zur Notbetreuung sicherzustellen

Erfurt.  Die CDU-Landtagsfraktion habe Hilferufe von Ärzten und Pflegekräften erhalten. Laut Bildungsministerium besteht kein flächendeckendes Problem.

Wegen des ausgedünnten Nahverkehrs könnten Kinder kaum noch mit Bussen in die betreuenden Einrichtungen fahren, erklärte der CDU-Landtagsabgeordnete Marcus Malsch (Archivbild).

Wegen des ausgedünnten Nahverkehrs könnten Kinder kaum noch mit Bussen in die betreuenden Einrichtungen fahren, erklärte der CDU-Landtagsabgeordnete Marcus Malsch (Archivbild).

Foto: Sascha Fromm

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Die CDU-Landtagsfraktion hat die Landkreise und kreisfreien Städte aufgefordert, den Transport von Schul- und Kindergartenkindern in Notbetreuung lückenlos sicherzustellen. Die Fraktion habe Hilferufe von Ärzten und Pflegekräften erhalten. Wegen des ausgedünnten Nahverkehrs könnten die Kinder kaum noch mit Bussen in die betreuenden Einrichtungen fahren, erklärte der CDU-Landtagsabgeordnete Marcus Malsch am Montag. Notfalls müssten die für den Schülertransport zuständigen Kommunen die Beförderung in Kleinbussen oder Taxis sicherstellen, verlangte er.

Wegen der Coronavirus-Pandemie sind in Thüringen derzeit Schulen und Kindergärten geschlossen. Aus Sicht des Bildungsministeriums handelt es sich nicht um ein flächendeckendes Problem, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte. In manchen Schulen müssten nur ein bis zwei Schüler betreut werden. In Einzelfällen, in denen es zu Transportproblemen komme, müssten die Landkreise und kreisfreien Städte als Schulträger eine andere Lösung finden. In den Schulen waren laut Ministerium vor Beginn der Osterferien ein Prozent der Schüler und fünf Prozent der Kindergartenkinder in Notbetreuung.

Betreuung für ihre Kinder in Anspruch nehmen können neben Ärzten und Pflegekräften auch Polizisten, Feuerwehrleute und Mitarbeiter des Katastrophenschutzes sowie Beschäftigte in der sogenannten kritischen Infrastruktur, zu der unter anderem Wasserversorger, die Lebensmittelgrundversorgung und die Telekommunikation gehört.

Regierung: Möglichst wenig Kinder in Notbetreuung unterbringen

Die Landesregierung will die Zahl der Schul- und Kindergartenkinder, die in der Corona-Pandemie in den Einrichtungen betreut werden, weiter so klein wie möglich halten. Nur die „absolut zwingenden Fälle“ könnten entsprechend der geltenden Regeln für die sogenannte Notbetreuung berücksichtigt werden, teilte die Staatskanzlei am Montag mit. Nur bei einer möglichst geringen Zahl von betreuten Kinder könne das Ziel, die Infektionsketten zu unterbrechen, erreicht werden.

Am Montag sorgten die Osterferien für einen leichten Rückgang der Zahl der in Schulen betreuten Kinder auf 911. Vor Ferienbeginn waren es laut Bildungsministerium rund 1100 Schüler in Notbetreuung.

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